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Charlotte Rampling: Oscar-Boykott ist "Rassismus gegen Weiße"

Die britische Schauspielerin Charlotte Rampling hat sich in die Rassismus-Debatte um die diesjährige Oscar-Verleihung eingeschaltet. Einem

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Charlotte Rampling: Oscar-Boykott ist "Rassismus gegen Weiße"

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Die britische Schauspielerin Charlotte Rampling hat sich in die Rassismus-Debatte um die diesjährige Oscar-Verleihung eingeschaltet. Einem französischen Radiosender sagte sie, ein Boykott der Veranstaltung wegen möglicher Diskriminierung schwarzer Schauspieler sei “Rassismus gegen Weiße.”

Meinung

Vielleicht haben sie eine Nominierung nicht verdient.

Weil in diesem Jahr erneut nur weiße Schauspieler für den Darsteller-Oscar nominiert sind, haben das Ehepaar Will und Jada Pinkett Smith sowie der Regisseur Spike Lee angekündigt, nicht an der Verleihung am 28. Februar teilzunehmen; von “Boykott” habe er nicht gesprochen, stellte Lee klar. Stars wie George Clooney, David Oyelowo, Reese Witherspoon und Dustin Hoffman hatten die Oscar-Akademie ebenfalls dafür kritisiert, keine Schwarzen in den Schauspielkategorien nominiert zu haben.

Im Interview sagte Rampling nun, niemand wisse wirklich, wie die Oscar-Jury ihre Entscheidungen fälle. Manchmal würden schwarze Schauspieler es vielleicht einfach nicht verdienen, nominiert zu werden.

Sie sprach sich gegen Quoten aus. “Es gibt doch immer Probleme: Er sieht zu gut aus, er ist zu schwarz, er ist zu weiß. Es wird immer jemanden geben, der sagt: du bist zu dies und das. Sollen wir nun überall Tausende kleine Minderheiten schaffen?”

Rampling ist in diesem Jahr selbst für einen Oscar als beste Hauptdarstellerin im Film “45 Years” nominiert.

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