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Myanmar: Freilassung politischer Gefangener beginnt

Myanmar hat mit der Freilassung politischer Gefangener begonnen. Die ersten 18 Häftlinge wurden aus dem Insein-Gefängnis entlassen. Die Haftanstalt

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Myanmar: Freilassung politischer Gefangener beginnt

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Myanmar hat mit der Freilassung politischer Gefangener begonnen. Die ersten 18 Häftlinge wurden aus dem Insein-Gefängnis entlassen. Die Haftanstalt bei Rangun ist eine der größten Myanmars. Hier sind viele politische Gefangenen untergebracht. Sie ist berüchtigt für ihre schlechten Haftbedingungen.

Manchem geht die Freilassung der Gefangenen nicht schnell genug:

“Ich bin nicht ganz glücklich, denn die Regierung lässt sie alle einzeln frei. Ich will, dass alle Aktivisten, politischen Gefangenen, Studenten, Bauern und Arbeiter, die noch in Haft sind freigelassen werden”, verlangt Ex-Häftling Aung Min Kyan.

Vor dem Insein-Gefängnis demonstrierten mehrere Angehörige für die sofortige Freilassung aller politischen Gefangenen.

“Ich hege großes Vertrauen in die neue Regierung. Unsere Probleme werden gelöst werden, denn unser Land wird nun von Mutter Aung San Suu Kyii geführt. Die Lage ist anders”, meint der 50jährige Bo Thein.

Am 1. Februar tritt das neugewählte Parlament zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Die Partei von Nobelpreisträgerin und Regimekritikerin Aung Suu Kyi, die NLD, hat dort die absolute Mehrheit und wird die neue Regierung bilden.

Nach Angeben von Bürgerrechtlern gibt es noch 129 politische Gefangene, 408 Aktivisten warten noch auf ihren Prozess. Zu Hochzeiten hatte die Militärdiktatur mehr als 2.000 Menschen aus politischen Gründen eingesperrt.