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US-iranischer Gefangenenaustausch: Ex-Häftlinge kommen nach Hause

Nach dem Gefangenenaustausch zwischen dem Iran und den USA kehren die freigelassenen US-Bürger in ihre Heimat zurück. Der US-Iraner Amir Hekmati

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US-iranischer Gefangenenaustausch: Ex-Häftlinge kommen nach Hause

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Nach dem Gefangenenaustausch zwischen dem Iran und den USA kehren die freigelassenen US-Bürger in ihre Heimat zurück. Der US-Iraner Amir Hekmati landete in einem Privatflugzeug in seiner Heimatstadt Flint im US-Bundesstaat Michigan. Hekmati, ein Ex-US-Marine, war vor vier Jahren bei einer Reise in den Iran verhaftet und wegen angeblicher Spionage zum Tode verurteilt worden.

Auch ein US-iranischer Priester ist bereits in die USA zurückgekehrt. Ihm war vorgeworfen worden, mit privaten Kirchen die nationale Sicherheit gefährdet zu haben. Vermutlich noch auf der US-Militärbasis im deutschen Landstuhl befindet sich Jason Rezaian. Der ehemalige Büroleiter der Washingon Post in Teheran war wegen Spionagevorwürfen seit 2014 in Haft. Über den vierten Freigelassenen ist nur wenig bekannt. Er soll sich auf eigenen Wunsch weiterhin im Iran aufhalten. Ein amerikanischer Student, der ebenfalls freigelassen wurde, war nach Angaben des Fernsehsenders CNN nicht Teil des Gefangenenaustausches.

Die USA haben im Gegenzug sieben Personen mit iranischer und US-Doppelstaatsbürgerschaft freigelassen. Ihnen wurde vorgeworfen, die Sanktionen gegen den Iran missachtet zu haben, die jahrelang wegen des Streits um das iranische Atomprogramm in Kraft waren. Gegen weitere 14 Iraner ließen die USA Anklagen fallen.

Der Deal könnte auch durch die erfolgreichen Verhandlungen im Atomkonflikt mit dem Iran begünstigt worden sein. Am vergangenen Wochenende waren die Sanktionen gegen den Iran aufgehoben worden.