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Gravity - its snowtime!

Lindsey Vonn hat einen Spitznamen, Queen of Speed, und das sie ihn verdient, das hat sie dieses Wochenende wieder bewiesen, und zwar in Cortina

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Lindsey Vonn hat einen Spitznamen, Queen of Speed, und das sie ihn verdient, das hat sie dieses Wochenende wieder bewiesen, und zwar in Cortina DAmpezzo, wo sie Abfahrt und Riesenslolom gewonnen hat.

Für Lindsey Vonn ist es ihr 75ter Weltcup Sieg. Die Amerikanerin hat nach einer herrausragenden Abfahrt den World Cu super G gewonnen – und das zum 11ten Mal in Cortina DAmpezzo.
Sie setzt sich mit fast 7 zehntel Vorsprung an der Spitze durch und stellt einen lokalen Rekord ein – die Österreicherin Renate Götschl hatte hier 10 mal gesiegt

Die Liechtensteinerin Tina Weirather hatte unmittelbar nach der zwischenzeitlichen Bestzeit von Cornelia Hütter mit 1:27:24 neue Maßstäbe gesetzt, wurde aber dann von Lindsey Vonn um 0.69 Sekunden unterboten – nur Rang 2.

Die Deutsche Viktoria Rebensburg, Riesenslalom-Olympiasiegerin von 2010, hatte auf der Tofana-Piste große Probleme und beim letzten Sprung mit aufgestellten Skiern kurze Zeit Rücklage, Sie rettete sich aber ins Ziel und schafft das Podium mit 4/100 Abstand zum vierten Platz.

Die Schweizerin Lara Gut verpasst das Podest und verliert die Führung im Gesamtweltcup.

Lindsey Vonn hat diesen Winter dreimal den Riesenslalom und vier oder fünf Abfahrtsrennen gewonnen. Sie führt ein unerbittlich, sie dominiert allle Geschwindigkeitsrennen, indem sie ihre Fähigkeiten knallhart einsetzt – so unser Experte, Franck Piccard.

Zu allererst ist das ein physisches Phänomen, sie ist gross und sie ist jemand die körperlich sehr hart gearbeitet hat. Sie kann sicher Reserven abrufen wie ein Mann, sie hält die Kurven, sie kann fast alles unter allen Bedingungen – sie hat als zuerst einmal die physischen Voraussetzungen. Dann kommt ihre Pesönlichkeit, ihre psychische Stabilität. Sie lässt sich von den Jungen nicht verunsichern, und sie will immer noch gewinnen, und zwar in mehreren Disziplinen. Es gibt nichts was ihr Angst macht, nicht einmal nach ihren Verletzungen. Im Slalom und in der Abfahrt hat sie alles gewonnen, und sie kann weiter gewinnen.

Die Norweger haben Glück im Unglück gehabt – nach dem Saisonende von Aksel Lund Svindal, der bei der Abfahrt in Kitzbühel gestürzt ist. Denn es bleibt ihnen ihr junger Landsmann Henrik Kristoffersen, der die Führung im Slalom nicht abgibt.

Der Norweger, zur Zeit bester Artist im Stangenwald, war nach fehlerhafter Fahrt im ersten Durchgang nur Zwölfter, lag eine kanppe halbe Sekunde hinter dem Österreicher Hirscher und preschte mit einem famosen Finalritt in 1:43.96 zu seinem fünften Slalomsaisonsieg nach Val d’Isere, Madonna, Adelboden und Wengen. Dritter wurde der zur Halbzeit führende Deutsche Fritz Dopfer (+0,45). Somit gewinnt Kristoffersen das 5. von insgesamt 6 Slalomrennen in dieser Saison.

Lange vor dem Hattrick von Pinturault, Muffat-Jeandet and Mermillod-Blondin während der alpinen Kombination am Freitag hat schon einmal ein Franzose in Kitzbühel geglänzt – 1995, als “Luc Alphand“https://en.wikipedia.org/wiki/Luc_Alphand eine echte Heldentat vollbrachte, vielleicht auch zwei…

Am 14 Januar 1995 , der 29 jährige Alphand tritt auf der Streif an. Das Rennen ist unterbrochen, denn der Italiener Pietro Vitalini ist schwer gestürzt. Alphand lässt sich nicht verunsichern, geht mit seiner Startnummer 23 ins Rennen und setzt sich vor Patrick Ortlieb und Kristian Ghedina. Drei Stunden später fährt er die Streif noch einmal – immerhin das härteste Abfahrtsrennen der Welt – und gewinnt. Der Ausnahmesportler gewinnt 1997 dann den Gesamtweltcup, als erster und bis heute einziger Speed-Spezialist ausschließlich mit Ergebnissen aus Abfahrt und Super-G. Als die Skikarriere im gleichen Jahr endet, wird Alphand Motorsportler – und gewinnt 2006 die Rallye Dakar. 2009 verunglückt er und zieht sich vom aktiven Sport zurück.

Das kleine Fürstentum Andorra ist der ersten Austragungsort der Freeride World Tour – its snowtime!