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Adidas zieht sich als Sponsor aus der Leichtathletik zurück

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Adidas zieht sich als Sponsor aus der Leichtathletik zurück

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Doping, Korruption, Vertuschung: die Leichtathletik steckt in einer schweren Krise. Das hat nun offenbar Konsequenzen, Adidas zieht sich als Sponsor aus der Leichtathletik zurück. Allerdings könnten die Skandale auch eine willkommene Gelegenheit sein, knapp 30 Millionen Euro könnte das Unternehmen bis 2019 sparen und sich anstelle dessen weiter auf den Fussball und seinen Erzrivalen Nike konzentrieren.

Adidas hatte noch zu Joseph Blatter gehalten, als andere Sponsoren längst den Rücktritt des Fifa Präsidenten forderten. Währenddessen steigerte Adidas seinen Umsatz mit Fußballschuhen, Trikots und Bällen um 19 Prozent, der Konzern feierte Rekordabsätze. Nur im Fußball liegen die Deutschen noch vor dem US-Konkurrenten Nike, der ansonsten weit davongezogen ist.

War Adidas 2014 Prügelknabe an der Börse, lief es 2015 ausgesprochen gut: im vergangenen Jahr standen die Titel des Sportartikelkonzerns mit Kursgewinnen von 56 Prozent an der Spitze des Dax. Die Bekanntgabe des Nachfolgers für Herbert Hainer verhalf der Aktie zu einem weiteren Sprung um 12 Prozent und hat die Marke binnen zwei Stunden um 1 Milliarde Euro wertvoller gemacht. Heute wurde bekannt, dass Adidas seine Footwear Marke Rockport für 280 Millionen Dollar verkauft hat. Geld, das dringend für die Expansion im amerikanischen Markt grbaucht wird, denn dort musste Adidas im Jahr 2014 sogar seine Position als Nummer zwei an den damals in Europa nahezu unbekannten, äußerst aggressiv auftretenden Konkurrenten Under Armour abgeben. Adidas will seine Marketingausgaben auf 13 bis 14 Prozent des Umsatzes anheben.