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Zentrum der Seidenproduktion: Margilan in Usbekistan

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Zentrum der Seidenproduktion: Margilan in Usbekistan

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Diese Woche kommt unsere Postkarte aus der Industriestadt Margilan aus dem Osten Usbekistans. Im 9. Jahrhundert war die Stadt eine wichtige Station

Diese Woche kommt unsere Postkarte aus der Industriestadt Margilan aus dem Osten Usbekistans. Im 9. Jahrhundert war die Stadt eine wichtige Station an der alten Seidenstraße. Die hier gefertigte Seide gilt als eine der besten in Zentralasien.

Meinung

Die in Margilan verwendete Technik ist älter als 2000 Jahre.

Wissenswertes über Usbekistan:

  • ein Land in Zentralasien mit den Nachbarstaaten Kasachstan, Turkmenistan, Kirgisien und Tadschikistan
  • mit einer Bevölkerung von mehr als 30 Millionen Einwohnern wurde die Ex-Sowjetrepublik 1991 unabhängig
  • die Landesfläche beträgt 425.400 Quadratkilometer, davon sind vier Fünftel Ebenen
  • die durchschnittliche Temperatur im Winter beträgt -6 und im Sommer 32 Grad Celsius
  • 80 Prozent der Bevölkerung sind Usbeken, 88 Prozent sind Muslime

Einer Legende zufolge wurde die Stadt von Alexander dem Großen gegründet. Ihm sollen hier während eines Halts Hühnerfleisch (murgh) und Brot (nan) gereicht worden sein, woraus sich der Name Margilan ableiten lassen soll.

“Seide wird hier nicht industriell, sondern in alten Werkhallen wie diesen hergestellt, wo die Traditionen der Handarbeit von Generation zu Generation weitergegeben werden”, so euronews-Reporter Seamus Kearney.

Verwendet werden Seidenraupenkokons von Maulbeerbäumen, von Hand gesponnen und eingefärbt, bevor die Seidenfäden auf traditionellen Webstühlen verarbeitet werden.

“Die in Margilan verwendete Technik ist älter als 2000 Jahre und dies ist der einzige Ort in Usbekistan, wo die Seide handgesponnen wird”, so die Stadtführerin Mokhinur Siddiqova.

Der Besuch einer der Seidenfabriken ist lohnenswert.