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Auschreitungen bei Anti-Uber-Protesten in Paris

In Frankreich protestieren Taxifahrer erneut gegen die Konkurrenz von Fahrdiensten wie Uber. In Paris steckten protestierende Fahrer Autoreifen in

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Auschreitungen bei Anti-Uber-Protesten in Paris

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In Frankreich protestieren Taxifahrer erneut gegen die Konkurrenz von Fahrdiensten wie Uber. In Paris steckten protestierende Fahrer Autoreifen in Brand. Es kam zu Zusammenstößen, drei Personen wurden verletzt. Die Polizei setzte Tränengas ein und nahm mindestens 20 Personen vorübergehend fest.

“Fahrer, die ihre Autos mieten, können das nicht mehr bezahlen und müssen die Wagen zurückgeben. Fahrer, die eine Taxilizenz bezahlt haben, können den Bankkredit nicht mehr bedienen. Es ist eine europaweiter Protest, weil alle von dieser Deregulierung durch multinationale Konzerne betroffen sind, die mit ihren Apps illegal agieren”, so Karim Asnoun, Vorsitzender der Taxi-Gewerkschaft CGT.

Auch Taxifahrer aus Spanien, Belgien und anderen Ländern beteiligen sich an den Protesten in Frankreich: “Wir sind hier, um die französischen Kollegen zu unterstützen”, erklärt Taxifahrer Alfredo Ferriz Iglesias, der aus dem spanischen Valencia angereist ist. “Paris ist eine wichtige Hauptstadt, und wir wollen diesem Alptraum ein Ende setzen.”

Die geschäftsmäßige Vermittlung privater, unlizensierter “Taxi”-Fahrer ist in Frankreich illegal. Dienste wie UberPop aus den USA bieten ihre Dienste per Smartphone-App dennoch an und werden von Kunden auch genutzt. Mitte 2015 wurden zwei französische Uber-Manager wegen des Vorwurfs illegaler Beschäftigung polizeilich verhört. Schon damals hatte es bei ähnlichen Protesten im vergangenen Sommer hatte es Ausschreitungen gegeben.

Für Dienstag waren zahlreiche Streiks in verschiedenen Branchen angekündigt: Neben den Taxlern streiken auch Lehrer, Beamte, Angestellte im Gesundheitsbereich und andere. Insgesamt sind bis zu 120 Streikaktionen angekündigt.

Wegen angekündigter Arbeitsniederlegungen der Fluglotsen fallen voraussichtlich 20 Prozent der Flüge aus. Nicht von den Streiks betroffen ist der Bahn- und öffentliche Nahverkehr.