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Ölpreis-Verfall: Opec bittet Russland um Zusammenarbeit

Eine globale Kooperation soll den Ölpreis stabilisieren – der Erfolg dieser Opec Inititative hängt zu einem guten Teil an Russland. Die OPEC, der

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Ölpreis-Verfall: Opec bittet Russland um Zusammenarbeit

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Eine globale Kooperation soll den Ölpreis stabilisieren – der Erfolg dieser Opec Inititative hängt zu einem guten Teil an Russland. Die OPEC, der derzeit 13 Staaten angehören, habe im vergangenen Jahr zwar zum Überangebot beigetragen, der Großteil sei aber auf die Länder zurückzuführen, die keine OPEC-Mitglieder seien. Die OPEC fordert nun auch Nicht-Mitglieder auf, gemeinsam für einen Stopp des Ölpreis-Verfalls zu sorgen, das weltweite Überangebot müsse eingedämmt werden.

Meinung

Das Problem ist nicht Überproduktion durch die Opec, es sind die anderen, Amerika, Russland. Dann die Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran, Libyen und Irak kommen in den Markt zurück. Die Saudis produzieren wie gehabt, sie könnten die Produktion sogar noch etwas erhöhen. HARI VAMADEVAN, VICE PRESIDENT DNV GL - OIL & GAS

Der Aufruf als auch die Zustimmung Russlands markieren einen Wendepunkt, sowohl in der Strategie der Opec als auch Russlands. Die Opec hatte in den vergangenen 18 Monaten die Ölförderung erhöht und damit maßgeblich zur Überproduktion beigetragen. Die Ölpreise sind in der Folge um 70 Prozent eingebrochen. Saudi Arabien hat als weltgrößter Ölexporteur bislang wenig Interesse daran gezeigt, von seiner bisherigen Marschrichtung abzuweichen.

Lukoil, der zweitgrößte russische Ölproduzent, machte den Anfang und stimmte Förderkürzungen prinzipiell zu. Heute zogen russische Offzielle nach und stimmten Gesprächen mit Saudii Arabien und anderen Opec Mitgliedern zu, als Reaktion zogen die Preise direkt an. Nur – Russland ist wichtig, es sind aber noch andere Spieler im Markt:

Russlands Kooperation ist eine Voraussetzung, es sind aber noch andere Spieler im Markt. Der Iran kehrt an die Märkte zurück, Libyen und Irak wollen ihre Förderung hochfahren. Saudi Arabien aber könnte noch immer versuchen, Konkurrenten mit Kampfpreisen aus dem Markt zu drängen. Unter dem derzeitigen Ölpreis leiden allerdings von Russland bis Venezuela alle Ölproduzenten massiv, von daher scheint die Einigungsbereitschaft der Not gehorchend zu wachsen.