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Papst Franziskus empfängt iranischen Präsidenten Ruhani zu Privataudienz

Der iranische Präsident Hassan Ruhani ist im Vatikan von Papst Franziskus zu einer etwa 40 Minuten dauernde Privataudienz empfangen worden. Ruhani

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Papst Franziskus empfängt iranischen Präsidenten Ruhani zu Privataudienz

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Der iranische Präsident Hassan Ruhani ist im Vatikan von Papst Franziskus zu einer etwa 40 Minuten dauernde Privataudienz empfangen worden.

Ruhani reist derzeit vier Tage lang durch Italien und Frankreich. Mit der Umsetzung der Auflagen des Atomabkommens und der Aufhebung zentraler Sanktionen geht es nun um milliardenschwere Investitionen im Iran. Der Besuch im Vatikan ist ein symbolischer Höhepunkt der Reise.

Es nicht der erste Besuch eines iranischen Staatsoberhauptes bei einem Papst: 1999 war Ruhanis Vorgänger Mohammed Chatami bereits mit Johannes Paul II. zusammengetroffen.

Beobachter sprechen von einer außenpolitischen Signalwirkung des jetzigen Besuchs: Der schiitsche Iran signalisiere damit auch gegenüber dem Erzrivalen Saudi-Arabien, dass Teheran keine Differenzen und Berührungsängste mit dem Christentum habe.

Nach Angaben des Vatikan sprachen Franziskus und Ruhani unter anderem über das Atomabkommen, die Rolle des Iran bei der Suche nach politischen Lösungen für die Gewalt in Nahost und des Vorgehen gegen Terrorismus. Dabei seien sich beide einig gewesen, dass für den Frieden der Dialog zwischen den Religionen sowie Toleranz sehr wichtig seien.

Laut der Nachrichtenagentur Ansa habe Ruhani dem Papst einen handgewebten Teppich und ein Buch mit persischen Miniaturen geschenkt. Der Papst übergab Ruhani ein Medaillon des heiligen Martin, der seinen Mantel mit einem Armen teilt.