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Atomtests: Kerry fordert Peking zu mehr Druck auf Nordkorea auf

Während seines zweitägigen Besuchs in China hat US-Außenminister John Kerry die Führung in Peking dazu aufgerufen, mehr Druck auf Nordkorea

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Atomtests: Kerry fordert Peking zu mehr Druck auf Nordkorea auf

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Während seines zweitägigen Besuchs in China hat US-Außenminister John Kerry die Führung in Peking dazu aufgerufen, mehr Druck auf Nordkorea auszuüben, um das Land von seinem Atomprogramm abzubringen.

Kerry und sein Amtskollege Wang Yi einigten sich darauf, nach dem vierten nordkoreanischen Atomtest an einer neuen Resolution im UN-Sicherheitsrat zu arbeiten. Über den Inhalt gibt es aber Differenzen.

Nach Meinung Washingtons könne Peking aber auch mehr eigenen Druck auf Nordkorea ausüben, beispielsweise über den Warenhandel.

“Kim Jong Un’s Aktionen sind leichtsinnig und gefährlich”, sagte Kerry in Peking. “Es geht nicht darum, ob er nun tatsächlich eine Wasserstoffbombe gezündet hat, oder nicht. Es geht darum, dass er es will und versucht.”

Chinesische Staatsmedien kommentierten, es sei unrealistisch zu glauben, sich dabei allein auf den chinesischen Einfluss verlassen zu können. Auch Südkorea hatte China zu Sanktionen aufgerufen.

Pjöngjang hatte am 6. Januar gemeldet, erfolgreich eine Wasserstoffbombe getestet zu haben. Nach der Beurteilung seismischer Aufzeichnungen bezweifeln internationale Experten jedoch die nordkoreanische Darstellung. Wasserstoffbomben übertreffen die Sprengkraft einfacher Nuklearwaffen um ein Vielfaches.