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Japans Kaiser in Manila: "Entschuldige Dich!"

Der japanische Kaiser Akihito hat zusammen mit seiner Gattin Michiko die Philippinen besucht. Am Denkmal für den philippinischen Nationalhelden Jose

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Japans Kaiser in Manila: "Entschuldige Dich!"

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Der japanische Kaiser Akihito hat zusammen mit seiner Gattin Michiko die Philippinen besucht. Am Denkmal für den philippinischen Nationalhelden Jose Rizal legte der Kaiser einen Kranz nieder. Ingesamt bleiben die Gäste aus Japan vier Tage.

Meinung

Uns haben sie genauso Gewalt angetan.

Der philippinische Präsident Benigno Aquino empfing die hohen Staatsgäste im Malacanang-Palast in der Hauptstadt Manila, wo sich der japanische Kaiser in das Buch der Stadt eintrug. Zuletzt war Akihito 1962 in Manila; da war er noch Kronprinz.

Dutzende einst von japanischen Besatzern zur Prostitution gezwungene Frauen, sogenannte “Trostfrauen”, protestierten vor den Toren des Präsidentenpalastes. Sie verlangten eine öffentliche Entschuldigung sowie Entschädigungen. “Entschuldige Dich!” – das stand auf Plakaten, die die einstigen Zwangsprostituierten vor sich her trugen.

Eine von ihnen sagte: “Haben die Japaner nicht bei den Südkoreanerinnen, die sie zur Prostitution zwangen, gezahlt? Was ist also mit uns? Uns haben sie genauso Gewalt angetan. Das möchte ich dem Kaiser gerne sagen.”

Ob der Kaiser von ihrer Anwesenheit überhaupt erfuhr, ist fraglich, da alles getan wurde, um die Demonstranten von den japanischen Royals fernzuhalten.

Tokio hatte den südkoreanischen Frauen umgerechnet an die 7 Millionen Euro versprochen als Wiedergutmachungszahlung für die an ihnen begangenen Verbrechen.

“Nein zum japanischen Militarismus” stand auf einem Plakat, “Nein zu einer militärischen Allianz mit Japan” auf einem anderen.