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Was tut die Fed?

Die US-Notenbank wollte die Zinsen 2016 “behutsam” anheben, eine Erhöhung um ein viertel Prozentpunkt bei jedem zweiten Treffen, etwa viermal pro

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Was tut die Fed?

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Die US-Notenbank wollte die Zinsen 2016 “behutsam” anheben, eine Erhöhung um ein viertel Prozentpunkt bei jedem zweiten Treffen, etwa viermal pro Jahr, darauf hatte die Fed die Märkte bei ihrem letzten Treffen am 16. Dezember eingestimmt. Doch vier Wochen später ist die Finanzwelt eine andere – Fed-Chefin Janet Yellen wurde auf dem falschen Fuß erwischt: erstarkender Dollar, einbrechende Aktienmärkte und weiter fallende Ölpreise.

Marktteilnehmer hoffen auf Signale, daß die US-Notenbank nach den scharfen Kursrückgängen zu einer Verschiebung der geplanten Zinserhöhungen bereit ist. Alle 69 Analysten einer Reuters-Umfrage meinen, daß die Fed den Basiszins in einem Bereich von 0,25 Prozent auf 0,50 Prozent halten wird, mit einer weiteren Zinserhöhung wird nicht gerechnet. Ein Blick auf die Federal Funds Futures verrät: Marktteilnehmer schätzen die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im März aktuell nur mit 27 Prozent ein.

Doch für die Fed steht womöglich ihre Glaubwürdigkeit auf dem Spiel: wird sie wegen der Turbulenzen der letzten drei Wochen weich oder bekräftigt sie ihren im Dezember eingeschlagenen Kurs? Für die Märkte könnte es ein böses Erwachen geben.