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Etwas weniger Arbeitslose in Spanien

“EU-weit Spitze”, jubelte der rechtskonservative Partido Popular von Noch-Regierungschef Mariano Rajoy in Spanien – die Arbeitslosenquote fiel im

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Etwas weniger Arbeitslose in Spanien

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“EU-weit Spitze”, jubelte der rechtskonservative Partido Popular von Noch-Regierungschef Mariano Rajoy in Spanien –
die Arbeitslosenquote fiel im vierten Quartal 2015 auf 20,90 Prozent, nach 21,18 Prozent im Vorquartal, so die Statistikbehörde (INE). In den Monaten Oktober bis Dezember ging demnach die Zahl der Arbeitslosen im Jahresvergleich um 12,43 Prozent auf 4,78 Millionen zurück. Allein im Dezember fanden gemäß vorläufiger Daten des Arbeitsministeriums mehr als 55.000 Spanier Arbeit.

Bitterer Beigeschmack: Die Arbeitslosenquote immer noch eine der höchsten in der Eurozone. Mit über vier Mio. Arbeitslosen sei die “Situation besorgniserregend”, zitierte die Agentur Efe den ILO-Forscher Raymond Torres. Betrachte man die Qualität der neuen Anstellungen, zeige sich ein Trend zu schlechter entlohnten, befristeten Arbeitsverhältnissen mit Überhang zu Teilzeitverträgen, beklagen die Gewerkschaften UGT und CCOO.

Gleichzeitig fehlen Spanien bis 2020 knapp zwei Millionen hochqualifizierte Arbeitnehmer, warnen Experten der Personalvermittlung Randstad. Allein in Wissenschaft, Technik, und Mathematik werde der Bedarf bis Ende der Dekade um 14 Prozent steigen. Das “Talentdefizit” liege unter anderem daran, dass nach der Finanzkrise hunderttausende gut ausgebildete Berufseinsteiger auswanderten, und Spaniens Bildungssystem hohe Schulabbrecherraten produziere. Und laut der Weltarbeitsorganisation ILO sind noch immer 63 Prozent der 16- bis 19-Jährigen und 42 Prozent der 20- bis 24-Jährigen ohne Arbeit.

su mit Reuters, dpa