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Entsetzen über Anschlag mit Handgranate auf Flüchtlingsheim

Mit einer scharfen Handgranate haben Unbekannte in Villingen-Schwenningen im Schwarzwald einen Anschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft verübt. Der

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Entsetzen über Anschlag mit Handgranate auf Flüchtlingsheim

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Mit einer scharfen Handgranate haben Unbekannte in Villingen-Schwenningen im Schwarzwald einen Anschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft verübt. Der Sprengsatz wurde in der Nacht zum Freitag über einen Zaun auf das Gelände einer Flüchtlingsunterkunft geworfen. Der Sicherheitssplint war gezogen, die mit Sprengstoff gefüllte Granate explodierte jedoch nicht. Sie wurde später kontrolliert gesprengt, deshalb ist nicht klar, ob ein Zünder vorhanden war.

In der ehemaligen Kaserne sind rund 170 Asylbewerber untergebracht, 20 Bewohner der Einrichtung mussten kurzzeitig ihre Wohnungen verlassen. Menschen kamen nicht zu Schaden.

Für den deutschen “Justizminister Heiko Maas”:

hat dieser Vorfall eine neue Qualität:

“Das Ausmass an Gewalt, das wir mittlerweile zur Kenntnis nehmen müssen gegen Flüchtlingsunterkünfte ist erschreckend. Wenn mittlerweile mitten in Deutschland Handgranaten in Gebäude geworfen werden. DAs muss konsequent aufgeklärt werden, die Täter müssen konsequent bestraft werden. Wir wollen nicht, dass es irgendwann Tote gibt in Flüchtlingsheimen.”

Sein Niedersächsischer Kollege “Boris Pistorius”:

spricht angesichts des Einsatzes von Kriegswaffen gegen Flüchtliche von Terrorismus.

Kriminaltechniker sicherten Spuren, die Kriminalpolizeidirektion Rottweil richtete eine 75-köpfige Sonderkommission “Container” ein.

Behörden hatten zuletzt eine Zunahme von Anschlägen beklagt. Im Südwesten gab es nach Auskunft des Innenministeriums vom Freitag im vergangenen Jahr 68 Übergriffe gegen Flüchtlingsunterkünfte. Davon waren 61 politisch motiviert und werden von den Sicherheitsbehörden als „Kriminalität Rechts“ eingestuft. Seit dem 1. Januar 2016 hat das BKA weitere 10 Gewalttaten gegen Asylunterkünfte erfasst. Die Gesamtzahl der Straftaten gegen Flüchtlingsunterkünfte in Deutschland stieg um mehr als das Fünffache von 199 auf 1005.