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Skispringer Freund und Freitag verpassen Weltcup-Podest in Sapporo

Hallo und herzlich Willkommen zu Gravity. Wir beginnen heute mit dem Skispringen und dem zweiten Wettbewerb auf der Großschanze von Sapporo in Japan

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Skispringer Freund und Freitag verpassen Weltcup-Podest in Sapporo

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Hallo und herzlich Willkommen zu Gravity. Wir beginnen heute mit dem Skispringen und dem zweiten Wettbewerb auf der Großschanze von Sapporo in Japan. 24 Stunden nach dem Sieg der Prevc Brüder liegen jetzt zwei Norweger vorne.

Die deutschen Skispringer haben einen Podestplatz beim Weltcup in Sapporo knapp verpasst. 24 Stunden nach seinem glimpflich verlaufenen Sturz belegte Weltmeister Severin Freund mit Sprüngen auf 131,5 und 129,5 Meter den vierten Platz.

Von der Stätte seines ersten Weltcupsieges kehrte der Weltmeister mit vielen blauen Flecken, aber ohne
Erfolgserlebnis in die Heimat zurück. Richard Freitag kam mit 134 und 130 Metern auf Rang fünf.

Den Sieg sicherte sich der Norweger Anders Fannemel, der im ersten Durchgang mit 143,5 Meter einen
Schanzenrekord aufstellte. Zweiter wurde sein Landsmann Johann Andre Forfang vor dem Japaner Noriaki Kasai.

Weltcup-Spitzenreiter Peter Prevc aus Slowenien blieb nur Platz sechs, nachdem er am Vortag seinen achten Saisonsieg gefeiert hatte.

Auch die anderen DSV-Springer gingen durch ein Wechselbad der Gefühle. Stephan Leyhe, am Samstag als Neunter noch bester DSV-Starter, wurde nur 39. und verpasste das Finale.

Auch Andreas Wellinger blieb auf Rang 27 weit hinter dem Ergebnis des ersten Wettbewerbes zurück. Andreas Wank landete auf den Plätzen 17 und 26.

Die Norweger dominieren nicht nur das Skispringen sondern auch den Langlauf und den alpinen Skisport. Sie haben bereits sechzehn Weltcuprennen in dieser Saison gewonnen, acht von elf davon allein im Januar

Henrik Kristoffersen der in diesem Winter die Slalom-Wettbewerbe dominiert gilt als das größte Technik Talent der Norweger. Seine Rolle als Mitfavorit auf den Gesamtweltcup hat der 21-jährige nach sechs Siegen in sieben Rennen mittlerweile angenommen.

Aksel Lund Svindal will nach der Zwangspause wegen seines Kreuzbandrisses seine Karriere fortsetzen. Der 33-Jährige hatte sich bei seinem Sturz auf der Streif in Kitzbühel schwer verletzt, der norwegische Verband rechnet
mit einem knappen Jahr Pause für den Führenden im Gesamtweltcup.

Rang eins von Kjetil Jansrud bei der traditionsreichen Kombination in Wengen war der insgesamt bereits elfte
Saisonsieg für das kleine Team aus Skandinavien. MIt seinem Erfolg hat der 30-jährige den Rekord aus der
Saison 1998/99 eingestellt.

Aleksander Aamodt Kilde sorgte in Garmisch für den 16. Saisonsieg der norwegischen Skiherren nach sieben Erfolgen von Svindal, sechs von Henrik Kristoffersen und zwei von Jansrud. In dieser Saison sind die Norweger
so gut wie nicht zu schlagen.

Aufgrund der schlechten Wetterbedingungen wurde der Riesenslalom der Herren in Garmisch-Partenkirchen abgesagt. Auch der Slalom der Damen in Maribor konnte nach dem Sieg von Viktoria Rebensburg im Riesenslalom nicht stattfinden. Unser Experte Franck Piccard spricht mit uns über die deutsche Ausnahmeathletin.

Viktoria Rebensburg hat die richtige Konstitution für den Skisport, Sie ist klein, zäh und in der Lage um den Sieg zu kämpfen, ihn zu wollen. Einen Riesenslalom zu gewinnen ist nicht einfach.

Dazu braucht man Standfestigkeit und Kraft. Man muß den Druck aushalten und ausbalancieren können. Sie kann das und ist deshalb auch in der Lage in verschieden Disziplinen glänzen zu können.

Sie hat es im Slalom bereits bewiesen und auch in der Abfahrt kann sie eine Menge erreichen. Anna Fenninger ist verletzt, wer weiß, vielleicht wird dies das Jahr von Victoria Rebensburg.

Nun werfen wir einen Blick in die Vergangenheit. Vor 80 Jahren wurde der erste olympische Titel im alpinen Skisport vergeben, 1936 in Garmisch Partenkirchen.

Christl Cranz war die dominierende Läuferin der 1930er Jahre. Zwischen 1934 und 1939 wurde sie zwölffache Weltmeisterin. Bei den Olympischen Winterspielen 1936 in Garmisch-Partenkirchen wurde sie Olympiasiegerin in der erstmals ausgetragenen Alpinen Kombination, die aus Abfahrt und Slalom bestand.

Cranz war dabei in der Abfahrt zu Sturz gekommen und hatte dadurch 19 Sekunden auf die führende Norwegerin Laila Nilsen verloren.

Mit zwei herausragenden Slalomläufen auf dem Gudiberg holte Cranz ihren Rückstand auf und siegte am Ende vor ihrer Mannschaftskameradin Käthe Grasegger und Laila Schou Nilsen.