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Orhan Pamuk zeigt sein "Museum der Unschuld" in London

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Orhan Pamuk zeigt sein "Museum der Unschuld" in London

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Das Museum der Unschuld ist nicht nur ein Roman des türkischen Schriftstellers und Literaturnobelpreisträgers Orhan Pamuk, sondern auch ein ganz

Das Museum der Unschuld ist nicht nur ein Roman des türkischen Schriftstellers und Literaturnobelpreisträgers Orhan Pamuk, sondern auch ein ganz reales Museum und eine Ausstellung, die nun im Londoner Somerset House zu sehen ist.

Meinung

Ich schrieb die Geschichte mit dem Gedanken an das Museum, und ich schuf das Museum mit dem Gedanken an den Roman.

Der Roman handelt von einer unerfüllten Liebe, die zur Entstehung eines Museums führt. Letzteres eröffnete 2012 in Istanbul – mit 83 Vitrinen der Anzahl der Kapitel im Buch entsprechend. Die Alltagsobjekte dafür sammelte Pamuk bereits, bevor er begann, den Roman zu schreiben.

Orhan Pamuk: “Viele visuelle Elemente des Istanbuls der 70er und 80er Jahre sind im ‘Museum der Unschuld’ zu sehen. All diese Dinge, Küchenutensilien und administrative Formulare, die man brauchte, um in Istanbul in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu überleben, sind im Roman und im Museum vorhanden. Ich schrieb die Geschichte mit dem Gedanken an das Museum. Und ich schuf das Museum mit dem Gedanken an den Roman.”

Das Museum der Unschuld erschien 2008 und war Parmuks erste Romanveröffentlichung nach dem Literaturnobelpreis 2006. Der britische Filmemacher, Kameramann und Fotograf Grant Gee hat dem Opus und dazugehörigem Kuriositätenkabinett eine Dokumentation gewidmet, “Innocence of Memories”, die im vergangenen September auf dem Filmfestival in Venedig lief.

Orhan Pamuk: “Es war ein langatmiges Projekt, ich hätte nie gedacht, dass es darauf basierend einen Film geben würde. Ich bin sehr froh, dass Grant Gee diesen Film gedreht hat. Ich habe das Originaldrehbuch, die Dialoge und Texte für den Film geschrieben.”

2014 wurde Pamuks “Museum der Unschuld” als Europäisches Museum des Jahres ausgezeichnet. Der Ableger im Londoner Somerset House ist noch bis Anfang April zu sehen.
Grant Gees Dokumentation zum Werk ist gerade in den britischen Kinos angelaufen.