Eilmeldung

Eilmeldung

US-Vorwahlen: Bei den Republikanern wird jetzt ausgedünnt

Unser Washington-Korrespondent Stefan Grobe sprach mit Experten über die Spitzenkandidaten der demokratischen und republikanischen Partei in den

Sie lesen gerade:

US-Vorwahlen: Bei den Republikanern wird jetzt ausgedünnt

Schriftgrösse Aa Aa

Unser Washington-Korrespondent Stefan Grobe sprach mit Experten über die Spitzenkandidaten der demokratischen und republikanischen Partei in den USA. Jim Tankersley, Reporter bei der renommierten amerikanischen Zeitung “Washington Post” meint, Hillary Clinton sei natürlich die klare Favoriten bei den Demokraten gegenüber Bernie Sanders. Tankersley erklärt: “Hillary Clinton hat das Establishment hinter sich und sie hat einen Vorsprung bei Frauen und Minderheiten, den Sanders kaum einholen kann. Er müsste seine Koalition ausbauen, wenn er überhaupt eine Chance haben will. Im Moment sind nur gebildete, junge Liberale auf seiner Seite.”

Über den großen Erfolg des Geschäftsmanns Donald Trump unter den republikanischen Kandidaten sprach unser Washington-Korrespondent mit Allan Lichtman, Experte für Geschichte und speziell für die Geschichte amerikanischer Präsidenten. Der 69-jährige Trump hat seine Milliarden hauptsächlich im Immobiliengeschäft gemacht. Lichtman sagt, es gebe einen tiefer liegenden Grund für den Erfolg Trumps bei den Republikanern. Trump habe viele Ansichten in Worte gefasst, die andere republikanische Kandidaten auch teilen. Doch die anderen drückten sich zu verhalten aus, nicht so spontan, zu kontrolliert. Trump hat in der Tat einige tiefe Sehnsüchte der republikanischen Basis direkt getroffen.

Das Feld der Kandidaten vor allen Dingen bei den Republikanern sei noch recht voll, erklärt Stefan Grobe, doch bald werde sich auch hier die Spreu vom Weizen trennen. Er sagt: “Eines ist sicher, jetzt in Iowa und dann in New Hampshire, wird ausgedünnt werden, besonders auf republikanischer Seite und besonders bei Kandidaten, die das politische Establishment vertreten. Sie könnten die ersten Verlierer dieser Wahlkampagne sein.”