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Neue Registrierzentren und Nobelpreis-Nominierungen auf Lesbos

Auf der griechischen Insel Lesbos entstehen derzeit zwei neue Registrierzentren für Flüchtlinge und Migranten. Am Montag kamen auf Lesbos etwa 1200

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Neue Registrierzentren und Nobelpreis-Nominierungen auf Lesbos

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Auf der griechischen Insel Lesbos entstehen derzeit zwei neue Registrierzentren für Flüchtlinge und Migranten. Am Montag kamen auf Lesbos etwa 1200 Menschen von der türkischen Küste an, trotz des kalten Wetters. Im vergangenen Jahr waren es teilweise 9000 pro Jahr.

Die EU-Kommission erhöhte zuletzt den Druck auf Griechenland, sie fordert binnen drei Monaten deutlich effektivere Grenzkontrollen. Über die Machbarkeit ist ein Streit entbrannt, aber wenigstens bei der geforderten Erfassung soll es mit den neuen Zentren bald besser laufen.

“Das ist die neue Registrierstation”, so Anthi Karageli, die Leiterin des Flüchtlingslagers Moria. “In den Containern ist alles Notwendige, damit in der Station 1000 bis 1100 Menschen pro Tag versorgt werden können.”

Die Leistung der freiwilligen Helfer und Lebensretter auf Lesbos soll nun auch gewürdigt werden. Die griechische Akademie der Wissenschaften schlug nun drei Personen für den Friedensnobelpreis vor.

Darunter ist die betagte Militsa Lamvísi, die spontan ein Flüchtlingsbaby mit einer Milchflasche gefüttert hatte. Der Fischer Stratis Valiamós soll Dutzende Menschen aus den Fluten gerettet habe. Auch die US-Schauspielerin Susan Sarandon nominierte die griechische Akadamie der Wissenschaften, wegen ihres Engagements beim Flüchtlingsthema. Die drei Personen stünden stellvertretend für alle Helfer auf der Insel Lesbos.

Zuvor hatte schon die Bürgerbewegung Avaaz die Einwohner der griechischen Inseln in der Ostägäis sowie die dort tätigen Flüchtlingshelfer aus aller Welt für den Friedensnobelpreis
vorgeschlagen. Einen entsprechenden Aufruf im Internet hätten bis 1. Februar mehr als 630.000 Menschen unterzeichnet, stand am Montag auf der Seite der linksliberalen sozialen Bewegung.