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Diagnosekabine schließt medizinische Versorgungslücke auf dem Land

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Diagnosekabine schließt medizinische Versorgungslücke auf dem Land

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Wenn der Arzt nicht zum Patienten kann, kommt der Patient trotzdem zum Arzt, der Telemedizin sei Dank. In Frankreich werden robotisierte

Wenn der Arzt nicht zum Patienten kann, kommt der Patient trotzdem zum Arzt, der Telemedizin sei Dank. In Frankreich werden robotisierte Diagnosekabinen getestet, die in ländlichen Regionen fehlende Arztpraxen ersetzen könnten.

eBooth heißen die Kabinen, die mithilfe einfach zu bedienender Messgeräte wichtige Parameter wie Herzrhythmus, Blutsauerstoffgehalt und Blutzucker überprüfen. Der Patient folgt ganz einfach den Anweisungen, beinah wie im Fotoautomaten.

Vincent Hillenmeyer, H4D: “Es gibt eine Waage und einen Sensor, die Größe des Patienten misst. So lässt sich der individuelle Body-Mass-Index berechnen. Es gibt verschiedene Messinstrumente, auch ein Elektrokardiogramm kann erstellt werden, um die Herzfunktionen zu überprüfen. Auch Seh- und Hörtests können durchgeführt werden.”

Über einen Bildschirm wird die Verbindung zu einem Arzt in Verbindung hergestellt. Fast wie in einer echten Praxis, ganz ersetzen kann die Kabine den direkten Kontakt aber nicht, meint der französische Hausarzt Jacques du Peloux aus Annecy. Dennoch habe das System in abgelegenen Regionen Vorteile.

Jack du Peloux: “Wenn der Arzt während der Videokonferenz merkt, dass es dem Patienten nicht gut geht, kann er die Krankenhauseinweisung oder den Einsatz eines Notarztes veranlassen. In diesem Sinne es eine positive Sache.”

Telemedizin liegt in Europa im Trend. Die Bevölkerung wird älter, die Gesundheitskosten steigen, der Markt dürfte sich in den kommenden drei Jahren auf 11,5 Milliarden Euro verdreifachen.