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Russland geht an sein Tafelsilber

Weil ihre Einnahmen infolge des Ölpreisverfalls deutlich eingebrochen sind, will die russische Regierung Tafelsilber verkaufen. Nach Medienberichten

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Russland geht an sein Tafelsilber

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Weil ihre Einnahmen infolge des Ölpreisverfalls deutlich eingebrochen sind, will die russische Regierung Tafelsilber verkaufen. Nach Medienberichten (Reuters) soll unter anderem die Staatsbeteiligung an den Ölunternehmen Rosneft und Bashneft, der Reederei Sovkomflot, Diamant Bergmann Alrosa und der staatlich kontrollierten Bank VTB verringert werden. Das soll laut Insidern bis zu 800 Milliarden Rubel einbringen – knapp 10 Milliarden Euro.

Meinung

Das wird ein echter Kraftakt

Zwar seien auch Investoren aus dem Ausland herzlich willkommen, hieß es im Kreml. Russische Oligarchen gelten aber als potenziell wichtigste Käufer der Anteile an einigen der landesweit größten Unternehmen. Umfragen zufolge ist mehr als die Hälfte der Russen gegen Privatisierungen. Präsident Wladimir Putin hat andererseits Russlands Superreiche wiederholt aufgefordert, ihr Geld, das sie ins Ausland liegen haben, zurückzuholen. Russland steckt das zweite Jahr in einer Rezession.

“Es ist möglich, diese Werte zu verkaufen,” so Andrei Shemetov, der stellvertretende Leiter der Moskauer Börse, “aber das wird ein echter Kraftakt.”

su mit Reuters