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Steinmeier: Iran kooperativ beim Thema Syrien

Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat sich bei einem Besuch in Teheran zuversichtlich gezeigt, dass der Iran seinen Einfluss auf das

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Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat sich bei einem Besuch in Teheran zuversichtlich gezeigt, dass der Iran seinen Einfluss auf das syrische Regime nutzen werde, um mehr humanitäre Hilfe in dem Bürgerkriegsland zu ermöglichen. Dies habe ihm die iranische Führung zugesichert. Die Unterstützung der derzeit in Genf laufenden Syrien-Gespräche stehe für ihn im Mittelpunkt der Reise, so Steinmeier. Zudem ging es um die Ausweitung der deutsch-iranischen Wirtschaftsbeziehungen. Steinmeier legte Präsident Hassan Ruhani einen Gegenbesuch in Berlin nahe.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag hofft auf eine Vervierfachung der Exporte in den Iran auf zehn Milliarden Euro innerhalb von vier Jahren. In Teheran erinnert sich ein Passant an den ersten Golfkrieg, in dem Deutschland angeblich Chemiewaffen an den Irak lieferte. Deutschland sei in der Vergangenheit nicht gut zum Iran gewesen, sagt er. Aber wenn man die Lage heute, nach dem Atomabkommen und dem Wegfallen der Sanktionen betrachte, seien solche Beziehungen sicher gut für den Iran. Ein weiterer Mann sagt: “Es ist wichtig, diese Beziehungen zu vertiefen, denn Deutschland ist ein hoch entwickeltes Industrieland und eine Zusammenarbeit wird unserem Land sicher helfen.”

Steinmeier ist bereits nach Saudi-Arabien weiter gereist. In der Syrien-Frage will er eine Verbesserung der derzeit sehr angespannten Beziehungen zwischen Riad und Teheran erreichen. Dazu euronews-Reporter Javad Montazeri: “Deutschland strebt eine wichtige Vermittlerrolle bei den Versuchen zur Stabilisierung des Nahen und Mittleren Ostens an. Aber zumindest kurzfristig gesehen dürfte es für Steinmeier schwierig werden, die Beziehungen zwischen dem Iran und Saudi-Arabien zu verbessern.”