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Frankreich: Defizitsünder mit guten Vorsätzen

Trotz anziehender Wirtschaft wird Frankreich nach Einschätzung der EU-Kommission auch 2017 die Vorgaben beim Haushaltsdefizit reißen. Das Land wird

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Frankreich: Defizitsünder mit guten Vorsätzen

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Trotz anziehender Wirtschaft wird Frankreich nach Einschätzung der EU-Kommission auch 2017 die Vorgaben beim Haushaltsdefizit reißen.

Meinung

Wir werden wie besprochen unser Defizit 2016 und 2017 reduzieren

Das Land wird demnach voraussichtlich einen Fehlbetrag in Höhe von 3,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aufweisen, so die Brüsseler Behörde. Für 2016 sagt sie der zweitgrößten Volkswirtschaft der Euro-Zone ein Defizit von 3,4 Prozent voraus. Das Land überschreitet seit Jahren die EU-Defizitgrenze von maximal drei Prozent, hat aber für 2017 die besten Vorsätze. “Wir werden wie besprochen unser Defizit 2016 und 2017 reduzieren”, sagte Finanzminister Michel Sapin. Unklar war zuletzt, wie stark sich die höheren Ausgaben für die nationale Sicherheit auf den französischen Staatshaushalt auswirken.

Die Wirtschaft im Euro-Raum und in der ganzen EU (EU-28) dürfte auch 2016 und 2017 wachsen, doch bleibt die Erholung sowohl im historischen Vergleich als auch gemessen an anderen Industrieländern verhalten, so die EU-Kommission in ihrer Winterprognose. Brüssel geht davon aus, dass das reale Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) im Euro-Raum von geschätzten 1,6% im letzten Jahr auf 1,7% 2016 und 1,9% im Jahr 2017 steigen wird. Für das laufende Jahr wären das 0,1 Prozentpunkte weniger als in der Herbstprognose.

Für die EU-28 erwartet die Kommission für das laufende Jahr wie im Vorjahr 1,9% BIP-Wachstum für 2017 ein Anziehen auf 2,0%, gegenüber der Herbstprognose je 0,1 Prozentpunkte weniger für beide Prognose-Jahre.

Wichtigster Wachstumsmotor in Europa bleibe der private Konsum.

su mit dpa, AFP