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Griechenland verspricht Aufnahmezentren für Flüchtlinge für diesen Monat

Auf der griechischen Insel Lesbos steht der erste sogenannte “Hot Spot” der EU, also ein Aufnahmelager, in dem Flüchtlinge auch gleich registriert

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Griechenland verspricht Aufnahmezentren für Flüchtlinge für diesen Monat

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Auf der griechischen Insel Lesbos steht der erste sogenannte “Hot Spot” der EU, also ein Aufnahmelager, in dem Flüchtlinge auch gleich registriert werden.

Bis Mitte Februar will Griechenland alle fünf geplanten Aufnahmezentren auf Inseln im Ägäischen Meer einrichten, unmittelbar gegenüber der türkischen Küste. Bislang ist aber nur der “Hot Spot” auf Lesbos in Betrieb.

Im Januar sind auf diesem Weg von der Türkei auf die griechischen Inseln schon wieder über sechzigtausend Menschen gekommen. Diese Zahl nannte die IOM, die Internationale Organisation für Migration.

Darüber hinaus plant Griechenland zwei große Zentren für jeweils rund viertausend Flüchtlinge auf dem Festland, in dem Athener Vorort Schistó und in Síndos nahe der nordgriechischen Hafenstadt Saloniki.

Zur Aufnahme von Flüchtlingen sollen dort ehemalige Kasernen zur Verfügung gestellt werden. Die Armee werde nun auch die Verpflegung der Migranten übernehmen, teilte die Regierung am Wochenende mit. 

Ursprünglich wollte Athen alle Zentren bis Ende letzten Jahres fertigstellen. Die Verzögerung wird unter anderem mit Personalmangel begründet. Demnach hat die EU bislang nicht alle versprochenen zusätzlichen Kräfte nach Griechenland geschickt.

Ihrerseits verlangt die europäische Grenzschutzbehörde Frontex mehr Personal.

Behördenleiter Fabrice Leggeri sagte dem ZDF: “Ich erwarte von den EU-Mitgliedsstaaten, dass sie mehr Grenzbeamte zur Verfügung stellen.”

In Griechenland setze Frontex derzeit mehr als siebenhundertfünfzig EU-Grenzschützer ein. Davon helfen Leggeri zufolge zweihundert bei der Registrierung der Flüchtlinge.

Dieser Einsatz liege aber in griechischer Verantwortung: Frontex ersetze nicht diese Verantwortung und stelle auch nicht fest, ob Migranten schutzbedürftig seien oder nicht.