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US-Vorwahlen: Trump wirft Parteikollegen Cruz Wahlbetrug in Iowa vor

US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hat nach seiner Niederlage bei der Vorwahl in Iowa eine Annullierung des Sieges seines Parteikollegen Ted

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US-Vorwahlen: Trump wirft Parteikollegen Cruz Wahlbetrug in Iowa vor

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US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hat nach seiner Niederlage bei der Vorwahl in Iowa eine Annullierung des Sieges seines Parteikollegen Ted Cruz gefordert. “Ted Cruz hat Iowa nicht gewonnen, er hat den Sieg gestohlen”, twitterte der Republikaner.

Das Cruz-Lager hatte noch am Wahltag per E-Mail die Fehlinformation weiterverbreitet, der Mitbewerber Ben Carson fahre zurück nach Florida und werde bald aus dem Rennen aussteigen. Die Bibeltreue Wählerschaft Carsons sei damit getäuscht worden und als Alternative den ebenfalls religiösen Cruz gewählt, so Trump.

“Ich glaube, ich war eigentlich der Erstplatzierte. Wenn man einen Blick auf die Sache wirft, sieht man das”, sagte Trump in New Hampshire, wo am kommenden Dienstag gewählt wird. “Oh, dieser Wahlbetrug. Wissen sie, Politiker sind brutal. Sie sind brutal, und sie sind ein Haufen falscher Fünfer, das möchte ich ihnen sagen. Das ist einer der Gründe, warum ich das hier tue.”

Auch Carson, der in Iowa mit gut 10 Prozent abschnitt, hegt Groll gegen das Cruz-Lager und sprach von einer Verzerrung der Wahrheit. Er sei zurück nach Florida geflogen, um erstmal “Kleidung zu wechseln”, nicht um auszusteigen.

Cruz verteidigte sein Wahlkampfteam: Es habe sich auf eine entsprechende CNN-Story bezogen, niemand werde seinen Job verlieren. Trump hingegen mache sich mit seinen Postings in sozialen Medien lächerlich.

“Ich wache jeden Tag auf und lache über das, was Donald wieder getweetet hat”, sagte Cruz in New Hampshire. “Es wird immer sonderbarer. Wir brauchen einen Oberbefehlshaber, keinen Obertwitterer. Wir brauchen jemanden mit Urteilsvermögen und einem Temperament, dass die Sicherheit dieses Landes erhält.”

In New Hampshire, wo die Parteibasis am kommenden Dienstag abstimmt, liegt Trump laut einigen Umfragen klar vorne – mit gut 20 Prozentpunkten Vorsprung.