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Windmühlenflügel? Nullinflation? EZB-Chef Mario Draghi kämpft

EZB-Präsident Mario Draghi will die Mini-Inflation in der Euro-Zone weiter rasch und entschlossen bekämpfen. Eine abwartende Haltung in der

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Windmühlenflügel? Nullinflation? EZB-Chef Mario Draghi kämpft

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EZB-Präsident Mario Draghi will die Mini-Inflation in der Euro-Zone weiter rasch und entschlossen bekämpfen.

Meinung

Das Risiko, zu spät zu handeln, ist größer als die Gefahr eines zu frühen Handelns

Eine abwartende Haltung in der Geldpolitik berge die Gefahr, dass die Teuerungsrate auf Dauer niedrig bleibe, sagte er Italiener bei einer Bundesbank-Konferenz in Frankfurt. “Und falls das geschieht, bräuchten wir eine viel stärker konjunkturfördernde Politik, um das zu ändern. Aus dieser Perspektive betrachtet ist das Risiko, zu spät zu handeln, größer als die Gefahr eines zu frühen Handelns.”

Draghi hatte Anfang der Woche vor dem Europäischen Parlament in Straßburg gesagt, ohne die EZB-Politik mit ihren milliardenschweren Anleihenkäufen wäre die Euro-Zone 2015 in eine Deflation gerutscht – eine gefährliche Spirale aus fallenden Preisen, rückläufigen Löhnen und stockenden Investitionen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) peilt als idealen Wert für die Wirtschaft mittelfristig knapp zwei Prozent Inflation an. Im Januar sind die Preise als Folge des Ölpreis-Verfalls aber lediglich um 0,4 Prozent gestiegen. Für 2016 insgesamt hatte die Notenbank noch im Dezember 1,0 Prozent veranschlagt. Diese Prognose wackelt inzwischen erheblich.

Die EZB geht in ihrem jüngsten Wirtschaftsbericht davon aus, dass die Inflationsrate in den 19 Euro-Ländern niedrig bleiben wird. Sie könne sogar in den nächsten Monaten unter die Nulllinie fallen. Erst im späteren Jahresverlauf 2016 werde die Teuerungsrate wieder anziehen.

su mit Reuters