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Besser lernen mit Licht

Hat die Beleuchtung im Klassenzimmer einen Einfluss auf die Leistung der Kinder? Und was ist mit Schulen, die keinen Strom haben? Wir erforschen, welche Rolle Licht beim Lernen spielt.

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Besser lernen mit Licht

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Dominikanische Republik: Internetzugang dank Solarstrom

Meinung

"Es ist immer noch viel zu wenig Wissen über die Bedeutung von Licht und Lernen vorhanden."

Angel, Haidy und Wilkin leben in einer abgelegenen Gegend der Dominikanischen Republik. Eigentlich gibt es dort weder Strom geschweige denn einen Internetzugang. Ihr Leben hat sich dank der Organisation der Ibero-amerikanischen Staaten, OEI, von heute auf morgen geändert. Die OEI hat 2012 ihr Programm ‘Lights to Learn’ gestartet. Es versorgt Schulen mit Solarstrom.

Das Programm ‘Lights to learn’ hat in zahlreichen Schulen auf dem Land Solaranlagen installiert und Computer gespendet. Die Lehrer haben jetzt Internetzugang und können Recherche im Netz in ihren Unterricht einbinden. Insgesamt profitieren weltweit rund 20.000 Schülerinnen und Schüler vom Programm.

In abgelegenen ländlichen Gebieten war der Unterricht bislang meist nicht sehr gut und viele Kinder machten keinen Abschluss. Das Programm bemüht sich darum, das zu ändern, damit die Kinder mehr Möglichkeiten haben.

Deutschland: Dynamische Beleuchtung im Klassenzimmer

Montagmorgen im winterlichen Hamburg Eißendorf. Nieselregen, Nebel, drei Grad Celsius. Im Dunkeln kommen die Kinder zur Grundschule In-der-Alten-Forst. Die Stimmung ist… verschlafen. Lehrerin Diana Kleinicke weckt die Klasse 3b auf: mit Aktivierungslicht.

Die Schule In-der-Alten-Forst ist die einzige Schule deutschlandweit, die komplett mit einem dynamischen Beleuchtungssystem ausgestattet ist. Neben dem Aktivierungslicht gibt es drei weitere Lichteinstellungen, jede kann heller und dunkler gestellt werden – je nach Bedarf.

Bis zu 15 Mal pro Tag ändert Lehrerin Diana Kleinicke die Deckenbeleuchtung. Eine Studie der Uniklinik Eppendorf ergab, dass Kinder bei dynamischen Licht um 75% weniger hyperaktiv sind und nur etwa halb so viele Fehler machen wie eine Klasse unter normalen Lichtverhältnissen. Den Ergebnissen zufolge spielen nicht nur Helligkeit, sondern auch die Farbe des Lichts eine Rolle. Ist es hell und blau, wird das Stresshormon Cortisol aktiviert: Wir werden leistungsfähiger.