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"I am the people": Die Revolution in Ägypten aus Sicht einer Bauernfamilie

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"I am the people": Die Revolution in Ägypten aus Sicht einer Bauernfamilie

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I am the people ist ein kluger, ausgewogener und fesselnder Dokumentarfilm über die Spannungen nach dem Arabischen Frühling in Ägypten aus Sicht

I am the people ist ein kluger, ausgewogener und fesselnder Dokumentarfilm über die Spannungen nach dem Arabischen Frühling in Ägypten aus Sicht eines Bauern im Niltal.

Statt auf den Tahrir-Platz, richtet die französische, in Kairo aufgewachsene Filmemacherin Anna Roussillon, ihre Kamera auf ein kleines Dorf nahe Luxor, wo Farraj mit seiner Familie lebt. Zweieinhalb Jahre lang verfolgt sie den Alltag, von der täglichen Arbeit auf den Feldern bis zu den langen Abenden vor dem Fernseher, um die Ereignisse in der Hauptstadt zu verfolgen.

Ohne jemals selbst vor die Kamera zu treten, verdeutlicht die Regisseurin in ihren Gesprächen mit den Hauptpersonen auf eindringliche, ehrliche und faszinierende Weise, was der Arabische Frühling für Millionen Menschen in Ägypten bedeutete.

Der Film zeigt, wie sich Farrajs politische Überzeugungen mit der Zeit verändern und die Freundschaft zu Anna Roussillon auf die Probe gestellt wird, als dieser beginnt, den Westen zu kritisieren, der die Demokratie aus, wie er sagt, eigennützigen Gründen, seinem Land aufdrücken wolle.

Mit “I am the people” bietet Anna Roussillon eine andere und anspruchsvolle Sicht auf eines der großen Ereignisse des 21. Jahrhunderts.

Der Streifen wurde auf der Dokumentarfilmwoche Hamburg mit dem Klaus-Wildenhahn-Preis ausgezeichnet.