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Karneval in Köln: Schock über sexuellen Übergriff auf Journalistin

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Karneval in Köln: Schock über sexuellen Übergriff auf Journalistin

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In Deutschland haben vor allem die Lokal- und die Boulevardpresse über den Vorfall berichtet, aber im Ausland – besonders in Belgien – sitzt der Schock tief. An Weiberfastnacht ist eine Journalistin des belgischen Fernsehens RTBF in Köln während einer Live-Sendung in den 13-Uhr-Nachrichten sexuell belästigt worden. Eigentlich wollten sich die Kölner den Karneval ja nicht vermiesen lassen.

Doch auf YouTube ist noch immer zu sehen, was sich vor den Augen der belgischen TV-Zuschauer ereignet hat. Medien aus aller Welt haben berichtet, es gibt das Video auch mit englischem Titel.


Die Journalistin Esmeralda Labye erklärt auf der RTBF-Internetseite, was sich hinter den Kulissen abgespielt hat. Eine Gruppe alkoholisierter Männer hatte sich während der Vorbereitung des Lives neben sie gestellt, ein junger Mann küsste die Journalistin auf den Hals. Was der Mann hinter ihr während der Liveaufnahmen tat, bekam Esmeralda Labye zuerst gar nicht so richitg mit, weil sie sich auf ihr Live konzentrieren musste. Doch nach dem Live wurde sie auch am Busen begrapscht. Sie erzählt, dass sie danach bei der Polizei Anzeige erstattet hat und sich politisch Verantwortliche offiziell entschuldigt haben.

An diesem Wochenende meistgeklickt auf Internetseite des RTBF ist die Nachricht, dass ein 17-jähriger Schüler zusammen mit seiner Mutter zur Polizei in Köln gegangen ist, um auszusagen, dass er in den Vorfall verwickelt sei.

Die Internetseite der WELT titelt dazu, Grabscher stellt sich – begleitet von seiner Mutter.

Der sexuelle Angriff gegen die belgische Journalistin ist wohl Wasser auf die Mühlen der Ausnahmslos-Kampagne, die Feministinnen nach der Silvesternacht von Köln gestartet hatten. Sie sind #Ausnahmslos gegen sexualisierte Gewalt und gegen Rassismus.


Schon seit Jahren sind in Deutschland nicht alle Fans von Karneval und den damit verbundenden Exzessen – darunter viele Frauen.