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Flüchtlingskrise: Deutschland und Türkei stellen Schritte zur Zusammenarbeit vor

Die Türkei und Deutschland haben sich in der Flüchtlingskrise auf konkrete Schritte bei der weiteren Zusammenarbeit geeinigt, das gaben die deutsche

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Flüchtlingskrise: Deutschland und Türkei stellen Schritte zur Zusammenarbeit vor

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Die Türkei und Deutschland haben sich in der Flüchtlingskrise auf konkrete Schritte bei der weiteren Zusammenarbeit geeinigt, das gaben die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu in Ankara bekannt. So werde das deutsche Technische Hilfswerk türkische Kräfte bei einer gemeinsamen Soforthilfe-Aktion an der türkisch-syrischen Grenze unterstützen. Die von der EU zugesagten drei Milliarden Euro an Ankara sollen laut Merkel so schnell wie möglich zum Beispiel in Schulen investiert werden. Zudem solle geprüft werden, ob die NATO Frontex und die türkische Küstenwache beim Grenzschutz unterstützen kann. Merkel kündigte des Weiteren an, die EU werde intensiv daran arbeiten, Flüchtlingen aus Syrien über Kontingente zu ermöglichen, auf legalem Wege nach Europa zu gelangen.

Die Kanzlerin appellierte an Russland, sich an die Resolution 2254 des UN-Sicherheitsrats vom 18. Dezember zu halten. Auch Moskau habe zugestimmt, Angriffe auf zivile Ziele einzustellen und humanitäre Hilfe zu ermöglichen. Zusammen mit der Türkei werde Deutschland auf die Einhaltung der Resolution pochen.

Unterdessen harren vor der türkischen Grenze weiterhin mehrere Zehntausend Syrer aus. Die meisten von ihnen sind nach der von Russland unterstützen Offensive der Truppen des syrischen Regimes aus dem Gebiet um Aleppo geflohen. Die Türkei versorgt sie mit dem Nötigsten. EU-Vertreter hatten Ankara am Wochenende aufgefordert, die Flüchtlinge ins Land zu lassen. Bisher sind laut Regierung 2,5 Millionen syrische Migranten in der Türkei.

Inzwischen hat die deutsche Kanzlerin in Ankara auch Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan getroffen.