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Anhaltende Kämpfe um Aleppo - Vereinte Nationen warnen

In und um die nordsyrische Großstadt Aleppo toben weiterhin heftige Kämpfe. Amateuraufnahmen, die aus der Nähe der Metropole stammen sollen, zeugen

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Anhaltende Kämpfe um Aleppo - Vereinte Nationen warnen

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In und um die nordsyrische Großstadt Aleppo toben weiterhin heftige Kämpfe. Amateuraufnahmen, die aus der Nähe der Metropole stammen sollen, zeugen von der Ohnmacht der in der Region verbliebenen Zivilisten.

Meinung

Ernsthafte Gespräche sehr schwierig

Die Vereinten Nationen warnten angesichts der anhaltenden Offensive syrischer Regierungstruppen und der russischen Luftwaffe, die rund 300.000 noch in Aleppo ausharrenden Einwohner könnten schon bald von der Außenwelt und damit von jeglicher Versorgung abgeschnitten werden.

Die syrische Armee und ihre Verbündeten versuchen seit vergangener Woche, die von unterschiedlichen Rebellengruppen gehaltenen Stadtteile Aleppos zu erobern. Laut Medienberichten versuchen die Regierungstruppen von Norden her den Belagerungsring um Aleppo zu schließen.

Die Aufnahme von Friedensgesprächen sei unter den herrschenden Bedingungen schwierig, kritisierte US-Außenminister John Kerry nach Gesprächen mit seinem ägyptischen Amtskollen in Washington:

“Das russische Vorgehen in der Stadt und der Provinz Aleppo machen einen runden Tisch oder ernsthafte Gespräche sehr schwierig. Wir haben Moskau bereits aufgefordert, und wir tun dies heute erneut, die Bemühungen für das Zustandekommen eines sofortigen Waffenstillstandes und umfangreicher humanitärer Hilfsaktionen zu unterstützen.”

Zu einem Selbstmordanschlag in der syrischen Hauptstadt Damaskus bekannte sich die Miliz ISIL. Vor dem Gebäude eines Polizeivereins sprengte sich ein Mann in einem Auto in die Luft und riss mindestens neun Menschen mit in den Tod. Bis zu 20 weitere Menschen, unter ihnen Polizisten und Zivilisten, erlitten unterschiedlichen Berichten zufolge Verletzungen.

Erst vor wenigen Tagen hatte sich die ISIL-Miliz zu einem Doppelanschlag mit mehr als 70 Toten auf ein Schiitenviertel in Damaskus am 31. Januar bekannt.