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US-Vorwahl in New Hampshire: Wer muss bald den Wahlkampf aufgeben?

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Von Euronews
US-Vorwahl in New Hampshire: Wer muss bald den Wahlkampf aufgeben?

<p>Im amerikanischen Bundesstaat <a href="http://sos.nh.gov/2016ElecInfo.aspx">New Hampshire läuft die zweite Vorwahl im Kampf um das Präsidentenamt</a>.</p> <p>Bei diesen Vorwahlen sieben die beiden großen Parteien ihre Bewerber aus. Die jeweiligen Spitzenkandidaten der Republikaner und Demokraten<br /> werden dann auf Parteitagen im Sommer gekürt. </p> <p>Die ersten Vorwahlen gelten als Frühwarnsystem: Wer hier schlecht abschneidet, hat später kaum noch eine Chance, Boden gut zu machen. </p> <p>Darüber sprechen wir jetzt mit unserem Korrespondenten Stefan Grobe. </p> <p>Euronews: Was ist denn jetzt in New Hampshire anders als noch bei der Vorwahl in Iowa letzte Woche?</p> <p>Grobe: New Hampshire hat eine andere Wählerschaft, darauf stellen sich die Kandidaten ein.</p> <p>Bei den Republikanern zum Beispiel halten sich <a href="https://www.tedcruz.org/l/nh-primary/">die beiden konservativen Bewerber Ted Cruz</a> und <a href="https://marcorubio.com/8th-gop-debate-donate/">Marco Rubio eher im Hintergrund</a>, denn hier sind die Wähler nicht so strenggläubig. Die beiden brauchen hier also nur ein relativ gutes Ergebnis, um dann Ende des Monats in den großen Bundesstaaten anzutreten.</p> <p><a href="https://www.donaldjtrump.com/">Donald Trump dagegen wurde in Iowa nur Zweiter</a>, also will er hier nun ganz groß gewinnen, um das Rennen weiter anzuführen und im Gespräch zu bleiben.</p> <p>Dann gibt es die amtierenden und ehemaligen Gouverneure, die in Iowa alle schlecht abschnitten. Bei ihnen geht es jetzt um das Überleben: Wenn es für sie in New Hampshire schlecht läuft, würden sie wohl aussteigen.</p> <p><a href="https://berniesanders.com/">Bei den Demokraten braucht Bernie Sanders einen Sieg</a> über Hillary Clinton, und den wird er wohl auch bekommen und damit im Gespräch bleiben. <a href="https://www.hillaryclinton.com/contribute/donate/nh-primary/">Hillary Clinton muss hier nicht gewinnen</a>, aber sie muss zeigen, dass sie auch unter widrigen Umständen bestehen kann.</p> <p>Euronews: New Hampshire hat immer einen starken Symbolcharakter, aber 2016 ist es wohl besonders spannend. Wie fühlen sich die Wähler hier, die nun im Zentrum des Wahlkampfs und der Berichterstattung stehen?</p> <p>Grobe: Es ist aufregend: Denn nur dieses eine Mal alle vier Jahre steht ihr Bundesstaat in den landes- und weltweiten Schlagzeilen, das gefällt den Leuten. Wer hier schlecht abschneidet, wird sehr wahrscheinlich später aus dem Rennen aussteigen.</p> <p>Wirtschaftlich geht es dem Bundesstaat gut, besser als im Durchschnitt der <span class="caps">USA</span>. Trotzdem ärgern sich die Leute darüber, was in Washington abläuft.</p> <p>Die Demokraten ärgern sich, weil Barack Obama aus ihrer Sicht nicht links genug war, und wollen das diesmal besser machen.</p> <p>Die Republikaner ärgern sich, weil trotz ihrer deutlichen Mehrheit im Kongress Obama seine Innenpolitik umsetzen konnte. Sie wollen einen republikanischen Präsidenten, der alle Erfolge Obamas wieder rückgängig macht.</p>