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Frontalcrash in der Kurve in Bad Aibling: 10 Tote, viele Verletzte

Nach dem schweren Zugunglück bei Bad Aibling in Oberbayern hat sich die Zahl der bestätigten Todesopfer auf Zehn erhöht. Unterdessen wies die Polizei

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Frontalcrash in der Kurve in Bad Aibling: 10 Tote, viele Verletzte

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Nach dem schweren Zugunglück bei Bad Aibling in Oberbayern hat sich die Zahl der bestätigten Todesopfer auf Zehn erhöht. Unterdessen wies die Polizei Berichte zurück, wonach menschliches Versagen Schuld an dem Zusammenprall sei. Das Redaktionsnetzwerk Deutschland hatte unter Berufung auf Ermittlerkreise berichtet, dass ein Fahrdienstleister im Stellwerk von Bad Aibling das automatische Signalsystem außer Kraft gesetzt habe um einen verspäteten Triebwagen durchzuwinken. Dies sei “reine Spekulation” so ein Polizeisprecher gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Es werde in alle Richtungen ermittelt.

Nach dem Unglück wird eine Person weiterhin vermisst. Es wird zudem befürchtet, dass es weitere Tote geben könnte. Den letzten Berichten zufolge wurden etwa 18 Menschen schwer und 63 leicht verletzt.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt und der bayerische Innenminister Joachim Herrmann begaben sich an den Unglücksort. Auf einer anschließenden Pressekonferenz sagten sie, man müsse davon ausgehen, dass die Zugführer vor dem Aufprall keinen Sichtkontakt hatten und in einer Kurve weitestgehend ungebremst aufeinandergetroffen sind. Laut Herrmann hatte es eine Abweichung vom Fahrplan gegeben, die Züge hätten sich auf der Strecke in Kolbermoor begegnen sollen. Sie fuhren von Rosenheim nach Holzkirchen und in die entgegengesetzte Richtung, bevor sie gegen 6 Uhr 45 am Morgen zusammenprallten.

Die Unglücksstelle zwischen Rosenheim und Holzkirchen liegt in einem Waldstück zwischen einem Hang und dem Flüsschen Mangfall, sodass die Rettungs- und Bergungsarbeiten sich sehr schwierig gestalten. Die Verletzten wurden teilweise per Helikopter abtransportiert. Auch Wasser- und Bergwacht waren im Einsatz. Insgesamt waren zeitweise rund 700 professionelle und ehrenamtliche Rettungskräfte vor Ort.