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Handgranate auf Flüchtlingsheim: "Nicht fremdenfeindlich"

In Deutschland hat die Polizei vier Männer im Alter zwischen 22 und 37 Jahren festgenommen, die im Verdacht stehen, eine Handgranate vor ein

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Handgranate auf Flüchtlingsheim: "Nicht fremdenfeindlich"

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In Deutschland hat die Polizei vier Männer im Alter zwischen 22 und 37 Jahren festgenommen, die im Verdacht stehen, eine Handgranate vor ein Flüchtlingsheim in Villingen-Schwenningen geworfen zu haben. Dabei schlossen die Ermittler einen fremdenfeindlichen Hintergrund aus. Vielmehr dürften Konflikte zwischen Sicherheitsunternehmen die Ursache sein, hieß es. Laut dem Südkurier führt die Spur “in das kriminelle Milieu rockerähnlicher Gruppierungen.” Es gehe um das schnelle Verdienen von Geld, unter anderem mit Flüchtlingen, so das Blatt.

Gegen drei der Männer wurden Haftbefehle “wegen eines Verbrechens gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz erlassen”. Die Festgenommenen hätten überwiegend einen osteuropäischen Migrationshintergrund, so die Polizei.

Im Januar hatten Unbekannte eine Handgranate auf das Gelände einer Flüchtlingsunterkunft in Villingen-Schwennigen. Sie explodierte nicht, niemand wurde verletzt.

Laut der Badischen Zeitung hatte die jugoslawische Handgranate vom Typ M52 womöglich keinen Zünder. Dies lasse auf einen “symbolischen Akt von Imponiergehabe oder eine Drohung” schließen, zitiert die Zeitung einen Beamten. Die Granate enthielt Sprengstoff und wurde zerstört.

Der Bürgermeister Villingen-Schwenningens, Rupert Kubon, forderte Konsequenzen. Man müsse bei der Auswahl der Sicherheitskräfte sehr genau schauen, wen man engagiere, sagte er. Zugleich sei er erleichtert, dass es sich nicht um einen fremdenfeindlichen Akt handle.


Mitteilung der Polizei
Bericht aus dem Südkurier
Bericht aus der Badischen Zeitung