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Lage der Christen in Irak: Papst spricht mit Regierungschef

Der Papst hat den irakischen Regierungschef Haider Abadi empfangen. In dem Gespräch ging es nach Angaben des Vatikan unter anderem um die Lage der

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Lage der Christen in Irak: Papst spricht mit Regierungschef

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Der Papst hat den irakischen Regierungschef Haider Abadi empfangen. In dem Gespräch ging es nach Angaben des Vatikan unter anderem um die Lage der Christen in Irak, aber auch um die Lage anderer Minderheiten.

Man habe darüber gesprochen, wie wichtig die Christen für das Land seien – und wie wichtig es sei, sie zu schützen.

Weitere Themen, so teilte der Vatikan ebenfalls mit, seien der Dialog zwischen den Glaubensgemeinschaften gewesen sowie ihre Verantwortung, für Frieden und Toleranz einzutreten.

Der Anteil der Christen an der irakischen Bevölkerung lässt sich nur schätzen: Demnach liegt er wohl bei drei Prozent.

Der Patriarch der dortigen (chaldäischen, mit dem Vatikan unierten) Katholiken hatte die christliche Minderheit im Irak erst vor wenigen Tagen zum gemeinsamen Einsatz für das Wohl des Landes aufgerufen: Dann könnten sie als wichtige Kraft in der Gesellschaft wirken.

Machtlos sind Regierung und Christen aber in den Gebieten Iraks, die von der IS-Miliz gehalten werden. Viele Christen sind aus deren Herrschaftsbereich geflohen und halten sich nun zum Beispiel in den Kurdengebieten auf, wie viele aus der Gegend von Mossul.

Ebenfalls letzten Monat kam die Nachricht, dass das älteste Kloster Iraks wohl letzten Sommer zerstört wurde.

Auf Satellitenaufnahmen von Ende August 2014 ist das Sankt-Elias-Kloster bei Mossul, damals schon im IS-Gebiet, nicht mehr zu erkennen. Stattdessen sieht man nur noch eine Schuttfläche.