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US-Vorwahlen: Jeb Bush will nicht aufgeben

Es ist eine Mischung aus Enttäuschung und Erleichterung, die sich bei Jeb Bushs Anhängern auf seiner Wahlparty breitmachte: Der Bewerber des

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US-Vorwahlen: Jeb Bush will nicht aufgeben

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Es ist eine Mischung aus Enttäuschung und Erleichterung, die sich bei Jeb Bushs Anhängern auf seiner Wahlparty breitmachte: Der Bewerber des republikanischen Establishments gewann bei den Vorwahlen in New Hampshire elf Prozent der Delegiertenstimmen und landete damit auf dem vierten Platz, ein Prozent hinter dem Drittplatzierten Ted Cruz.

Trotzdem gab Bush sich kampfeslustig: “Wollt ihr jemanden wie Hillary Clinton oder Donald Trump, der seine Ambitionen auf Kosten derjenigen durchsetzt, die Hilfe dringend brauchen? Wollt ihr jemanden, der sich profiliert, indem er uns teilt? Wollt ihr jemanden, der die Republikaner zum Feind erklärt, weil sie nicht dieselbe Meinung haben?”

Bush will weitermachen. Er und seine Anhänger hoffen auf die kommenden Vorwahlen in South Carolina. “Er wird auf jeden Fall nach South Carolina gehen”, so ein Unterstützer. “Mit den Veteranen da wird es gut laufen.”

Bush, Sohn von Ex-Präsident George Bush und Bruder von Ex-Präsident George W. Bush, braucht den Sieg dringend. Laut dem Politikexperten Jon-Christopher Bua von der Universität in Georgetown stehen die Chancen jedoch nicht so gut: “Er hart eine ziemlich harte Zeit und er ist auch nicht gerade der Typ, der die Massen begeistert. Es ist wirklich schwer, der Bush-Dynastie gerecht zu werden und ich glaube, er ist selbst nicht so davon überzeugt, dass er es schaffen kann.”

Dazu die Einschätzung unseres Korrespondenten Stefan Grobe: “Jeb Bush hat mit Blick aufs Weiße Haus sehr viel in die Wahlen in New Hampshire investiert. Aber trotz seines Geldes bleibt er schwach. Wichtige Leute in der Partei und Spender könnten ihn dazu bewegen wollen, seine Kampagne zu beenden.”