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Brexit: Was haben die EU und Großbritannien zu verlieren?


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Brexit: Was haben die EU und Großbritannien zu verlieren?

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Können die europäischen Staats- und Regierungschefs die britischen Wähler mit einem Abkommen überreden, zu bleiben? Oder wird die EU an den Sonderregeln, die David Cameron fordert, zerbrechen?

Beim kommenden EU-Gipfel hoffen die Staats-und Regierungschefs auf einen Deal mit David Cameron, um einen Brexit zu verhindern und Krisen zu lösen. Der britische Premierminister will eine schärfere Einwanderungspolitik, mehr Macht für die Nationalstaaten und weniger Regeln, um die EU wettbewerbsfähiger zu machen. Könnten diese Reformen die EU schwächen und für noch mehr Streit sorgen? Manche europäischen Staats- und Regierungschefs wollen einen Brexit nicht um jeden Preis verhindern. Es steht viel auf dem Spiel. Manche Wirtschaftswissenschaftler sagen, ein Brexit wäre verheerend, die EU würde an Macht verlieren und das BIP Großbritanniens würde um zwei Prozent sinken.

Über all diese Fragen spricht Chris Burns im Europäischen Parlament in Brüssel mit seinen Gästen:

Nina Schick, Kommunikationsdirektorin bei Open Europe, ein Thinktank, der als euroskeptisch gilt, sich selbst aber nicht so sieht. Open Europe zufolge funktioniert die EU nicht und benötigt Reformen. Laut Nina Schick läuft alles auf eine Frage hinaus. “Kann die EU flexibel sein und verschiedene Mitgliedsschaften anbieten, oder wird es nur ein Modell geben, das allen passen muss? Falls das der Fall sein sollte, kann es sehr gut sein, dass Großbritannien geht,” so Schick.

Giles Merritt, Generalsekretär der Denkfabrik Friends of Europe. Dieser Thinktank fordert mehr Ideenaustausch und mehr Engagement in die Zukunft Europas. Er glaubt, dass die Briten sich in dieser Frage von ihren Gefühlen leiten lassen. Merritt erklärt: “Sie sehen sich selbst nicht als Europäer, aber wenn sie rational nachdenken, dann werden die Briten bei der Volksbefragung für den Verbleib in der EU stimmen.”

Und Guntram Wolff, Direktor des Bruegel-Instituts, eine unabhängige Denkfabrik hier in Brüssel. Er betont: “Worauf es wirklich ankommt ist, das die Eurozone die Macht hat und den Großteil der europäischen Entscheidungen trifft. Jene Länder, die nicht Teil der Eurozone sind, wollen natürlich Absicherungen und bis zu einem gewissen Maße sollten ihnen diese Absicherungen auch gewährt werden, denn es stimmt, dass die Eurozone die meisten Entscheidungen trifft.”

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