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Flucht aus Aleppo: Humanitäre Katastrophe an syrisch-türkischer Grenze

Die Gefechte um die nordsyrische Stadt Aleppo haben tausende Zivilisten in die Flucht geschlagen, nach Angaben des “Roten Kreuzes” sind es mindestens

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Flucht aus Aleppo: Humanitäre Katastrophe an syrisch-türkischer Grenze

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Die Gefechte um die nordsyrische Stadt Aleppo haben tausende Zivilisten in die Flucht geschlagen, nach Angaben des “Roten Kreuzes” sind es mindestens 50.000. In provisorischen Lagern südlich der türkischen Stadt Kilis leben auf syrischer Seite momentan rund 90.000 Menschen, die ihre Heimat verlassen haben, “berichtet die Organisation ‘Ärzte ohne Grenzen’”. Die Menschen hoffen auf Schutz in der Türkei, die die Grenze derzeit geschlossen hält, heißt es weiter.

“Uns fehlt es an allem”, sagt eine syrische Frau. “Ich bin krank, doch wir haben kein Geld, um Medikamente zu kaufen. Etwas zu essen brauchen wir auch. Es gibt nicht mal etwas Getreide oder Linsen, die wir essen könnten. Das ist alles, was wir brauchen.”

Ein Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums wies Anschuldigungen der USA zurück, die russische Luftwaffe habe in Aleppo Krankenhäuser bombardiert. Zum betreffenden Zeitpunkt habe man lediglich Ziele attackiert, die mehr als 20 Kilometer von der Stadt entfernt lagen, sagte er.

In München befasst sich die “Internationale Unterstützungsgruppe für Syrien” mit möglichen Lösungen für das Bürgerkriegsland. Zu den Teilnehmern gehören unter anderem US-Außenminister John Kerry, sein russischer Amtskollege Sergej Lawrow sowie Vertreter 15 weiterer Länder, der Vereinten Nationen, der Europäischen Union und der Arabischen Liga.