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Folgen des Super-El Niños: Millionen Menschen hungern

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Folgen des Super-El Niños: Millionen Menschen hungern

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Mittelamerika, Teile von Afrika und Asien: Die Dürrewelle, die viele Länder der Erde heimsucht, verursacht Hungerkatastrophen. Allein in Haiti sind

Mittelamerika, Teile von Afrika und Asien: Die Dürrewelle, die viele Länder der Erde heimsucht, verursacht Hungerkatastrophen. Allein in Haiti sind 3,6 Millionen Menschen betroffen, weil viele Bauern einen Großteil ihrer Ernte verloren haben. Schuld ist ein Wetterphänomen – El Niño.

“El Niños Auswirkungen werden noch bis Anfang 2017 zu spüren sein. Und sie werden geografisch weit verbreitet sein. El Niño hatte Auswirkungen auf die Vegetationsperioden Mittelamerikas und Haitis. Seine Spur zieht sich von Äthiopien, wo eine der trockensten Perioden in den vergangenen 50 Jahren registriert wurde, über Indonesien bis Papua-Neuguinea, das auch unter einer Rekorddürre leidet”, so Rogerio Bonifacio, Klimaexperte vom World Food Programme.

Das aktuelle El-Niño-Wetterphänomen soll eines der extremsten des Jahrhunderts sein. Das Phänomen tritt alle drei bis fünf Jahre auf, wenn sich die äquatorialen Gewässer des Pazifischen Ozeans deutlich erwärmen. Das hat globale Auswirkungen auf das Wetter.

In Äthiopien, dem zweitbevölkerungsreichsten Land Afrikas mit einer Bevölkerung von rund 100 Millionen Menschen, sind zehn Millionen Menschen mit den Folgen der schlimmsten Dürre seit 50 Jahren konfrontiert: Pflanzen verwelken und Flüsse trocknen aus.

Ein ähnliches Bild in Simbabwe: das Land hat kürzlich aufgrund der Dürre den Katastrophenzustand ausgerufen.

Durch die Folgen des Super-El Niños sind allein in Afrika 50 Millionen Menschen von Hunger bedroht. Neben der Viehzucht und der Landwirtschaft gibt es auch Auswirkungen auf die Stromerzeugung: Simbabwe erzeugt 38 Prozent seiner Elektrizität durch Wasserkraft.