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Londoner Science Museum zeigt den Erfindungsreichtum von Leonardo da Vinci

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Londoner Science Museum zeigt den Erfindungsreichtum von Leonardo da Vinci

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Er hat Flugmaschinen und Fallschirme erfunden, Taucheranzüge und riesige Armbrüste: Im Londoner Science Museum kann man jetzt den Erfindungsreichtum

Er hat Flugmaschinen und Fallschirme erfunden, Taucheranzüge und riesige Armbrüste: Im Londoner Science Museum kann man jetzt den Erfindungsreichtum von Leonardo da Vinci bewundern. Die Ausstellung konzentriert sich auf die technischen Zeichnungen des Italieners. Außerdem gibt es 39 Nachbauten historischer Modelle

Meinung

Leonardo ist größer als seine Legende.

zu sehen. Sie wurden 1952 in Mailand gebaut, um den 500. Geburtstag des Künstlers zu feiern.

“Die Ausstellung zeigt einen Aspekt seinem ungeheures Ideenreichtums, was auch immer er machte, egal ob er ein Letztes Abendmahl malte oder eine Flugmaschine erfand, er hat diese erstaunliche Fantasie”, so Martin Kemp, emeritierter Kunstgeschichtsprofessor der Oxford University.

Als 20-Jähriger arbeitete Da Vinci in einer Werkstatt an der Kathedrale von Florenz. Dort begann er Zeichnungen von Maschinen und Kränen anzufertigen. Meist in dem Bestreben, sie zu verbessern. Die Ausstellung zeigt, dass der Künstler sich oft von der Natur inspirieren ließ.

“Er sagte, die Natur macht die vollkommensten Erfindungen, das gibt es nichts Überflüssiges, nichts was fehlt. Das heißt, wenn man ein Flugmaschine baut, muss man sie nicht unbedingt mit Federn ausstatten. Die Aufgabe stellt sich anders; man muss sie für die Menschen machen”, so Kemp.

Vielen Herausforderungen näherte sich Da Vinci mit einem radikalen Ansatz: Er erfand beispielsweise eine Maske, um unter Wasser zu atmen. Damit konnte man Boote abdichten, ohne sie aus dem Wasser heben zu müssen. Er entwarf Kriegswerkzeug, wie eine Kanone auf einer rotierenden Plattform. Seine Entwürfe schienen seiner Zeit oft voraus.

“In der Vergangenheit neigte man dazu zu sagen, Leonardo habe alles erfunden, egal ob einen Hubschrauber, einen Eisschrank oder was auch immer. Heute wissen wir, dass er ein Teil eines Kontextes war, es gab andere Leute, die visionäre Entwürfe machten. Und in diesem Kontext erscheint er noch außergewöhnlicher, er ist größer als seine Legende”, so Kemp.

Die Ausstellung “Leonardo da Vinci: The Mechanics of Genius” ist bis zum 4. September im Londoner Science Museum zu sehen.