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Manager des Fahrdienstanbieters Uber in Paris vor Gericht

In Paris stehen zwei Manager des US-Fahrdienstanbieters Uber – Thibaud Simphal und Pierre-Dimitri Gore-Coty – wegen unlauterer Geschäftspraktiken und

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Manager des Fahrdienstanbieters Uber in Paris vor Gericht

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In Paris stehen zwei Manager des US-Fahrdienstanbieters Uber – Thibaud Simphal und Pierre-Dimitri Gore-Coty – wegen unlauterer Geschäftspraktiken und Beihilfe zu illegaler Tätigkeit als Taxifahrer vor Gericht. Ihnen drohen bis zu fünf Jahre Gefängnis und hohe Geldstrafen.

Meinung

Diese Leute müssen an die Französische Republik zahlen, damit wir unser soziales und wirtschaftliches System aufrechterhalten können

Einige Präfekturen hatten “UberPop” verboten, die Vermittlung von nichtlizensierten Fahrern – bei UberPop konnte jeder Autobesitzer sich als Uber-Fahrer anmelden. Das Verfassungsgericht bestätigte im September das Verbot.

Senba Ahmed (FNTI), Interessenvertreter der Taxifahrer:

“Was uns interessiert, ist das Kapital von Uber, die Firma ist heute mehr wert als General Motors. Diese Leute müssen an die Französische Republik zahlen, damit wir unser soziales und wirtschaftliches System aufrechterhalten können. Wir sind nicht gegen die Fahrer. Wir sind gegen die amerikanische Plattform, die französische Gesetze nicht respektiert.”

In Frankreich protestieren Taxifahrer gegen die aus ihrer Sicht unfairen Chauffeur-Dienste, wie sie von Uber vermittelt werden. Die Proteste richten sich aktuell gegen Ubers neuen Dienst Uber X. Mit ihm können auch Unternehmen Fahrten über Uber anbieten. Anders als bei UberPop besitzen dort laut Uber alle Fahrer eine Konzession. Die eingesetzten Fahrzeuge seien zudem offiziell als Mietwagen zugelassen und entsprechend versichert. Unternehmen könnten Teile ihrer Fahrzeugflotte für vermittelte Fahren anbieten.

Taxilizenzen in Frankreich sind teuer: In der Hauptstadt Paris kostet eine offizielle Taxifahrer-Lizenz rund 10.000 Euro. Viele reguläre Taxifahrer starten daher hochverschuldet in den Beruf. Wer für Uber fährt, muss eine solche Lizenz nicht erwerben – eine aus Sicht der Taxifahrer klarer Wettbewerbsvorteil.

su mit dpa