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Total: Weniger Einnahmen für mehr Produktion

Der französische Öl-Konzern Total stemmt sich mit höherer Produktion und Sparmaßnahmen gegen den Ölpreisverfall. Der um Sondereffekte bereinigte

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Total: Weniger Einnahmen für mehr Produktion

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Der französische Öl-Konzern Total stemmt sich mit
höherer Produktion und Sparmaßnahmen gegen den Ölpreisverfall. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn sank im vergangenen Jahr um fast ein Fünftel auf 9,3 Milliarden Euro, der Umsatz um 30 Prozent auf 145 Milliarden Euro. Die Produktion hat Total im vergangenen Jahr um gut 9 Prozent erhöht.

Mit Sparkurs und Stellenabbau kämpfen die Franzosen schon länger gegen schmelzende Gewinne. Nun will der Konzern seine Investitionen um ein Sechstel weiter kappen, von 20,3 Milliarden Euro im Vorjahr auf 16,7 Milliarden, die Kosten drücken und wie schon im vergangenen Jahr für 3,5 Milliarden Euro Vermögenswerte verkaufen.

Konzernchef Patrick Pouyanné argumentierte, Total habe sich besser geschlagen als die anderen großen Anbieter.

Der Konzern steht mit dem Problem des drastischen Verfalls
der Ölpreise nicht allein da, die gesamte Branche leidet. Das
Opec-Ölkartell mit Saudi-Arabien an der Spitze und die
US-Fracking-Industrie pumpten im vergangenen Jahr im Kampf um Marktanteile um die Wette, zugleich schwächelt die Weltkonjunktur – das sorgt für ein Überangebot.

Auch bei Branchengiganten wie ExxonMobil und Shell brach der Gewinn im vergangenen Jahr ein. BP schrieb, auch wegen fälliger Entschädigungszahlungen für die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko, sogar einen Verlust. Der Preis für die Nordseesorte Brent ist seit Mitte 2014 um fast drei Viertel abgestürzt.

su mit dpa