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Berlinale-Auftakt: Dank Clooney glamourös und politisch

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Berlinale-Auftakt: Dank Clooney glamourös und politisch

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So sieht ein glanzvoller Berlinale-Auftakt aus: George Clooney und Ehefrau Amal, Josh Brolin und Tilda Swinton auf dem Roten Teppich. Berlinale-Chef

So sieht ein glanzvoller Berlinale-Auftakt aus: George Clooney und Ehefrau Amal, Josh Brolin und Tilda Swinton auf dem Roten Teppich. Berlinale-Chef Dieter Kosslick darf sich zurecht über starke Hollywoodpräsenz freuen. Nicht nur um Glanz und Glamour geht es auf den 66. Filmfestspielen, sondern auch um Solidarität mit Flüchtlingen. Erstmals in der Geschichte der Berlinale wird um Spenden gebeten. Und: Ehrenamtliche Paten begleiten Flüchtlinge zu Berlinale-Vorstellungen.

Dieter Kosslick: “Wir sind hier in Berlin, und die Diskussion in Deutschland ist ziemlich stark und kontrovers. Wir haben viele Filme über das Schicksal von Flüchtlingen. Aber wir haben die Überschrift gewählt: ‘Die Suche nach dem Glück und das Recht auf Glück’, und das betrifft ja auch die Flüchtlinge.”

Wolfgang Spindler, euronews: “Was kann ein Film in solchen politischen Fragen bewirken?”

Dieter Kosslick: “Das Verständnis, das Verständnis für den anderen und für andere Länder, für andere Religionen und Philosophien, Völkerverständigung. Übrigens war das 1951 das Motto, als die Berlinale gegründet wurde. Jetzt brauchen wir es wieder. Eigentlich schade, dass wir es wieder brauchen. Aber es ist halt nicht anders, also benutzen wir das.”

Politisch ging es auch auf der Presskonferenz zum Eröffnungsfilm Hail, Caesar! der Regie-Brüder Joel und Ethan Coen zu. Hollywoodstar George Clooney kündigte an, beim geplanten Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am Freitag auch über das Schicksal der Flüchtlinge sprechen zu wollen.

George Clooney: “In den Medien wird nicht genug darüber berichtet. Sicherlich nicht in meinem Land. Wir sind leider derzeit einer politische Phase, in der nur kaum über das, was in der Welt geschieht gesprochen wird. Aber wenn ich morgen Kanzlerin Angela Merkel treffe, werde ich das Thema ansprechen und sie fragen, welche Botschaften wir vermitteln und was wir tun können, um zu helfen.”

Auch im Wettbewerb der Berlinale spiegelt sich das Leid der Flüchtlinge wieder. Ganz nah dran an den Schicksalen der Geflüchteten ist Gianfranco Rosi mit seinem halbdokumentarischen Film “Fuocoammare” über die italienische Insel Lampedusa, wo sich vor den Augen der Einheimischen dramatische Flüchtlingsschicksale abspielen.

18 Filme aus aller Welt sind im Rennen um den Goldenen und die Silbernen Bären. Sie werden am 21. Februar verliehen.