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"Krigen - A War" - Von der Absurdität des Krieges

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"Krigen - A War" - Von der Absurdität des Krieges

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Die Geschichte ist inzwischen beinah banal. Ein Soldaten-Kontingent, in diesem Fall Dänen, findet sich im Staub Afghanistans wieder. Ihre Mission ist

Die Geschichte ist inzwischen beinah banal. Ein Soldaten-Kontingent, in diesem Fall Dänen, findet sich im Staub Afghanistans wieder. Ihre Mission ist simpel, zumindest auf dem Papier, sie sollen den Afghanen dabei helfen, ihr Land wieder aufzubauen.

Doch vor Ort läuft alles anders, wie bei allen Konflikten mit einem diffusen, selten sichtbaren Feind, der sehr wohl im Hinterhalt mit selbst gebauten Sprengkörpern lauert.

Der dänische Film “Krigen – A War” von Tobias Lindholm taucht uns ins Herz eines aus nächster Nähe gefilmten Krieges. Wir folgen dem Kompanieführer Claus Michael Pederson, dargestellt vom viel beachteten dänischen Schauspieler Pilou Asbæk.

Wir erleben, wie der Offizier den Beschuss eines Gebäudes befiehlt, um Soldaten aus einem Kreuzfeuer zu befreien. Doch am Ende sind Frauen und Kinder unter den Trümmern. Der Rest des Films führt vor ein Gericht in Dänemark. Der Mann muss sich für seine im Eifer des Gefechts gefällte Entscheidung verantworten.

Und wieder ist es die Absurdität des Krieges – eines bereits vergessenen Krieges – die uns in diesem Film ins Gesicht schlägt.

“Krigen” wurde in der Kategorie bester fremdsprachiger Film für den Oscar nominiert.