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Oregon: Nationalparkbesetzung nach 41 Tagen beendet

Mit der Aufgabe des letzten verbliebenen Bewaffneten David Fry ist die Besetzung eines Naturschutzgebietes im US-Staat Oregon zu Ende gegangen

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Oregon: Nationalparkbesetzung nach 41 Tagen beendet

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Mit der Aufgabe des letzten verbliebenen Bewaffneten David Fry ist die Besetzung eines Naturschutzgebietes im US-Staat Oregon zu Ende gegangen. Nachdem der 27-Jährige zunächst mit Suizid gedroht hatte, wurde er nach Angaben der Bundespolizei FBI von Beamten zur Kapitulation bewogen.

Meinung

Es geht um mögliche Verbrechen der Besetzer

Die zeitweilig bis zu mehreren Dutzend Militanten wollten mit ihrer Aktion gegen die US-Regierung protestieren, die Bürgern angeblich ihr Land wegnehme. Sie hatten jedoch kaum Unterstützung aus der Bevölkerung erhalten.

Bei einer Polizeiaktion im Januar war einer der Männer erschossen worden. Erst nach 41 Tagen konnte die Besetzung unblutig beendet werden.

Gergory T. Bretzing von der FBI-Division Portland erklärte:

“Sobald das Gelände als gefahrenfrei eingestuft wird, werden Teams des FBI mit dem Sammeln und dem Auswerten von Beweisen beginnen. Es geht um mögliche Verbrechen der Besetzer in dem Schutzgebiet. Das Malheur National Wildlife Refuge bleibt geschlossen und zwar über einen Zeitraum von mehreren Wochen.”

Die Besetzer waren zunächst von rechtskonservativen Kreisen rund um die Tea-Party-Bewegung unterstützt worden. Diese hatten sich dann aber wieder abgewendet. Insgesamt 16 Männer wurden bisher wegen des Tatbestandes der Verschwörung angeklagt.

Die zuständige Staatsanwaltschaft erklärte, im Zusammenhang mit der Tat seien in sechs Bundesstaaten neun weitere Verdächtige festgesetzt worden. Sieben von ihnen seien allein am Donnerstag gefasst worden.