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Triebwerksbauer Rolls-Royce kürzt Dividende

Der kriselnde Triebwerksbauer Rolls-Royce streicht zum ersten Mal seit fast 25 Jahren seine Dividende um knapp ein Drittel zusammen. Für das

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Triebwerksbauer Rolls-Royce kürzt Dividende

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Der kriselnde Triebwerksbauer Rolls-Royce streicht zum ersten Mal seit fast 25 Jahren seine Dividende um knapp ein Drittel zusammen.

Für das Gesamtjahr 2015 sollen die Aktionäre 16,4 Pence erhalten nach 23,1 Pence ein Jahr zuvor.

Unter dem Strich verdiente Rolls-Royce im abgelaufenen Jahr 106 Millionen Euro, ein Fünftel mehr als ein Jahr zuvor. Der Umsatz,17,7 Milliarden Euro, blieb auf dem Niveau des Vorjahres.

Für das laufende Jahr sagte Vorstandschef Warren East allerdings erneut schwierige Zeiten voraus und kündigte weitere Einschnitte an.

Jetzt soll die Sanierung erst richtig losgehen. „Trotz gleichbleibender Marktbedingungen für die meisten unserer Geschäftsbereiche wird es ein herausforderndes Jahr“, sagte East mit Blick auf 2016. Der Manager streicht die beiden oberen Führungsebenen um 20 Prozent zusammen. Zudem kündigte er weitere Kürzungen an. Dabei dürfte der Konzernumbau allein in diesem Jahr mit bis zu 129 Millionen Euro zu Buche schlagen.

Rolls-Royce war in eine Krise gestürzt, nachdem die Nachfrage nach neuen Schiffsmotoren im Zuge des niedrigen Ölpreises zurückging. Auch Geschäfts- und Regionaljets waren weniger gefragt, und ältere Modelle von Großraumjets, für die die Briten Ersatztriebwerke und andere Teile liefern, werden nach und nach ausgemustert.

Der Rolls-Royce Automobilbau ist seit dem Jahr 2000 ein Teil des BMW-Konzerns.

su mit dpa