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München: Medwedew spricht von "neuem Kalten Krieg"

Die russische Regierung hat auf der Münchner Sicherheitskonferenz Bombardierungen von Zivilisten in Syrien bestritten. Gleichzeitig sprach der

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München: Medwedew spricht von "neuem Kalten Krieg"

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Die russische Regierung hat auf der Münchner Sicherheitskonferenz Bombardierungen von Zivilisten in Syrien bestritten. Gleichzeitig sprach der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew von einem “verdorbenen” Verhältnis zwischen Europäischer Union und Russland.

Die Opposition in Syrien forderte Medwedew zu Gesprächen mit der Regierung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad auf. Die Welt könne sich kein weiteres Libyen, Jemen oder Afghanistan leisten, erklärte Medwedew:

“Russland verfolgt in Syrien keine geheimen Pläne über das hinaus, was wir bereits gesagt haben. Wir bekämpfen dort viele aus Russland stammende Milizionäre, die zu uns zurückkommen würden, um Terrorattacken durchzuführen. Diese Milizionäre müssen dort bleiben. Zivilisten sind nicht betroffen.”

Medwedew ergänzte, man sei in die Zeiten eines “neuen Kalten Krieges abgerutscht”.

Der französische Ministerpräsident Manuel Valls erklärte in München:

“Der Weg zurück zu Frieden und Verhandlungen muss gefunden werden, die Bombardierungen müssen aufhören.”

Valls forderte Russland auf, die angestrebte Feuerpause in Syrien ernstzunehmen.

Offenbar bombardiert die russische Luftwaffe in Syrien weiterhin Regimegegner. Die oppositionelle “Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte” berichtete, russische Jets hätten in der Nacht zu Samstag im Norden des Landes mindestens zwölf Angriffe geflogen. Getroffen worden seien Gebiete nahe der Stadt Asas und weitere Orte unweit der Grenze zur Türkei.