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Berlins Konzerthaus in Orange - dem Orange von Schwimmwesten

Ein Schlauchboot und Schwimmwesten bilden eine ungewöhnliche Verhüllung für das Portal des Berliner Konzerthauses am bekannten Gendarmenmarkt. Der

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Berlins Konzerthaus in Orange - dem Orange von Schwimmwesten

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Ein Schlauchboot und Schwimmwesten bilden eine ungewöhnliche Verhüllung für das Portal des Berliner Konzerthauses am bekannten Gendarmenmarkt.

Der chinesische Künstler Ai Weiwei hat sich die Westen und das Boot von der griechischen Insel Lesbos kommen lassen, wo Flüchtlinge sie bei der Landung zurückließen.

Am Wochenende wurden die Schwimmwesten angebracht, am Montagabend sollten sie die Umrahmung für eine besondere Filmgala bieten – am Dienstag werden sie schon wieder abgenommen.

Zwar während der Berlinale, aber von ihr unabhängig, findet jedes Jahr die Veranstaltung “Cinema for Peace” statt. Dort werden Filme geehrt, die sich besonders für menschliche Werte einsetzen.

Ai Weiwei hat gerade auch erst wieder Schlagzeilen gemacht, als er auf einem Foto, auf dem Bauch am Strand liegend, als Aylan Kurdi posierte.

Der kleine Flüchtlingsjunge Aylan aus Syrien ertrank letzten Herbst auf der Überfahrt nach Griechenland. Das Bild des toten Kindes, angespült an der türkischen Küste, ging um die Welt und lenkte die Aufmerksamkeit auf das Flüchtlingsdrama im Ägäischen Meer.


Ein Rundgang mit Ai Weiwei durch seine Londoner Ausstellung letzten Herbst (auf Englisch).

Unabhängig von Ai Weiwei und “Cinema for Peace” spielt das Orchester des Konzerthauses am 1. März in einem Sinfoniekonzert für Flüchtlinge und Helfer: Dieses Konzert findet in der Philharmonie statt, auch die Philharmoniker und die Staatskapelle nehmen daran teil.

Jedes Orchester wird bei diesem Konzert ein Werk aufführen; Staatskapellenchef Daniel Barenboim dirigiert dabei nicht nur, sondern spielt im Mozartschen d-Moll-Klavierkonzert auch noch den Solopart. Iván Fischer und Simon Rattle dirigieren jeweils “ihre” Orchester.

Die drei Dirigenten teilten mit, als Musiker fühlten sie sich auf der ganzen Welt willkommen. Sie wollten, dass das auch für Menschen gelte, die vom Schicksal schwer getroffen sind und gezwungen wurden, ihre Heimat zu verlassen.

Den geflüchteten Familien wollten sie ein Zeichen des Willkommens geben, außerdem ihren Helferinnen und Helfern gegenüber Dank und Anerkennung ausdrücken.