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Tsipras und Tusk: Zwiegespräch in Athen

Donald Tusk, Präsident des Europäischen Rates, und Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras erörterten im Vorfeld des EU-Gipfels bei einer

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Tsipras und Tusk: Zwiegespräch in Athen

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Donald Tusk, Präsident des Europäischen Rates, und Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras erörterten im Vorfeld des EU-Gipfels bei einer Zusammenkunft in Athen unter anderem die Flüchtlingsthematik.

Der politische Kommentator Angelos Koveos erläutert, mit welchen Zielen Griechenland zur Tagung des Europäischen Rates nach Brüssel reisen wird: “Es handelt sich in großem Maße um eine Frage der Priorisierung. Für die griechische Regierung hat Vorrang, von den Kreditgebern wirtschaftliche Fortschritte bescheinigt zu bekommen, während die Flüchtlingsfrage nur an zweiter Stelle steht. Für die EU steht das Flüchtlingsthema an erster Stelle”, so Koveos.

Tsipras unterstrich, vier der fünf geplanten Registrierungszentren für Flüchtlinge seien fertig. Einem mancherorts geforderten Ausschluss Griechenlands aus dem Schengenraum erteilte Tusk unterdessen eine Absage.

“Die Griechen werden von mitteleuropäischen Ländern dafür kritisiert, dass sie den Flüchtlingsstrom nicht aufhalten. Unterstützung scheint Athen von der französischen und der deutschen Regierung sowie von EU-Institutionen zu erhalten, die das als fremdenfeindlich und nicht vereinbar mit dem Geist der Europäischen Union erachten”, sagt euronews-Reporter Stamatis Giannisis in Athen.