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Alter Steuerstreit: Indien will Vodafone-Vermögen beschlagnahmen


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Alter Steuerstreit: Indien will Vodafone-Vermögen beschlagnahmen

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Indien droht dem britischen Telekommunikationskonzern Vodafone mit der Beschlagnahmung seines Vermögens im Land, sollte das Unternehmen nicht fast zwei Milliarden Euro Steuern nachzahlen – so Vodafone in Neu Delhi. Der Konzern streitet mit dem indischen Staat seit 2007 um eine Steuerzahlung wegen einer Übernahme.

2007 hatte Vodafone für knapp zehn Milliarden Euro die Indien-Tochter des chinesischen Konzerns Hutchison Whampoa gekauft. Vodafone argumentiert, der Kauf sei außerhalb Indiens abgeschlossen worden und könne daher nicht in Indien besteuert werden. Laut dem indischen Fiskus geht es dagegen um indische Vermögenswerte, daher werde das Geschäft auch in Indien besteuert.

Das Unternehmen kritisierte die Entscheidung der Steuerbehörden scharf. Sie komme zu einem Zeitpunkt, an dem Premierminister Narendra Modi ausländischen Investoren eine steuerliche Vorzugsbehandlung verspreche. Es gebe wohl “keinerlei Verbindung zwischen Regierung und Fiskus”, erklärte ein Vodafone-Sprecher.

Im Jahr 2012 hatte der Oberste Gerichtshof Indiens entschieden, dass Vodafone für den Hutchison-Deal nicht steuerpflichtig sei. Die Regierung änderte das einschlägige Gesetz noch im selben Jahr, wodurch solche Geschäfte rückwirkend zu besteuern seien.

Im Jahr 2014 schaltete Vodafone internationale Schiedsrichter ein, der Streit wurde bisher nicht geschlichtet.

su mit Reuters, AFP

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