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Anschlag in Ankara: Syrische Kurden weisen Verwicklung zurück

Während in der Türkei erste Opfer des Anschlags von Ankara beigesetzt wurden, hat die syrische Kurdenpartei PYD Vorwürfe zurückgewiesen, wonach sie

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Anschlag in Ankara: Syrische Kurden weisen Verwicklung zurück

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Während in der Türkei erste Opfer des Anschlags von Ankara beigesetzt wurden, hat die syrische Kurdenpartei PYD Vorwürfe zurückgewiesen, wonach sie in das Attentat verwickelt sei.

Die türkische Regierung hatte die verbotene kurdische
Arbeiterpartei PKK und ihren bewaffneten syrischen Ableger YPG verantwortlich gemacht.

Die PYD beschuldigte Ankara ihrerseits der “Eskalationspolitik”. Ein Vertreter der Kurdenpartei im Nordirak, Gharib Hassou, erklärte: “Die Türkei ist aufgebracht wegen der Erfolge der kurdischen PYD in Nordsyrien. Sie will, dass wir bis an die Grenze vorrücken und ihre Positionen angreifen. Sie will, dass wir von unserem Gebiet eine Offensive starten , damit sie einen Grund hat, militärisch einzuschreiten.”

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan besuchte am Donnerstag Opfer des Anschlags in einem Krankenhaus.

Nach Darstellung der Regierung hatte sich ein Mann aus Nordsyrien in die Luft gesprengt, der Mitglied der Kurdenmiliz YPG war: “Auch wenn die Verantwortlichen der PYD und der PKK sagen, sie hätten keine Verbindung zu dem Anschlag, liegen uns Informationen des Innenministeriums und der Geheimdienste vor, die belegen, dass sie das Attentat verübt haben”, so Erdogan.

Nach dem Attentat flog die türkische Luftwaffe von ihrem Stützpunkt in Diyabakir Luftangriffe auf PKK-Stellungen im Nordirak. Nach Regierungsangaben wurden dabei 70 PKK-Kämpfer getötet, darunter auch Anführer der Organisation.

Die Regierung kündigte Vergeltung an.